100 Jahre Erscheinungen Fatima

2017 jährt sich zum 100. Mal ein Ereignis, das im direkten Zusammenhang mit einer der grössten religiösen Traditionen in Luxemburg steht. Im portugiesischen Dörfchen Fatima erschien unsere 'Liebe Frau von Fatima' drei Kindern. In Luxemburg pilgern an Christi Himmelfahrt Tausende von Gläubigen, von denen der grösste Teil zur portugiesischen Gemeinschaft gehört, nach Wiltz. 1946 empfingen die Gläubigen in Wiltz das Original der Statue aus Fatima. 1952 begann die Planung un die Umsetzung des Denkmals 'op Bäessen'

Die erste offizielle Pilgerfahrt zur 'Lieben Frau von Fatima' fand 1968 statt.


Portugiesische Gemeinschaft schenkt der Stadt Vianden eine Fatima Statue.


Am 13. Oktober 2007 wird, 90 Jahre nach den Erscheinungen in Fatima, um 16.00 nachmittags ebenfalls ein Fatima Denkmal im 'Bildchensbësch' in Vianden offiziell eingeweiht. Anlässlich der Lichterprozession hat Dechant René Feltes die Ehre, die Statue zu segnen.


Die Idee, ein Fatima-Denkmal im 'Bildchensbësch' zu errichten entstand einige Monate vorher seitens einer Gruppe portugiesischer Einwohner aus Vianden. Nach einer ersten Versammlung im Rathaus, in Anwesenheit von Dechant René Feltes, den beiden Schöffen Meyer und Walisch sowie der Bürgermeisterin Gaby Heger, war man sich rasch einig: Der 'Bildchensbësch' , ein landbekannter Pilgerweg zur gleichnamigen Bildchenskapelle, eignet sich hervorragend für ein 'Fatima-Denkmal' zu Ehren der zahlreichen portugiesischen Einwohner Viandens. In einer weiten Lichtung, neben einer Schutzhütte, wurde, im Einvernehmen des lokalen Försters, der geeignete Platz für das Denkmal gefunden.


Die Marienverehrung in Vianden


Der Bildchensweg  führt entlang einer kleinen Lourdes-Grotte, ein Dankesversprechen des im 2. Weltkrieg Zwangsrekrutieren Norbert Bassing. Auf halber Wegstrecke grüsst eine kleine Muttergottesstatue auf einem Steinkegel, zu dessen Füsse eine Quelle fliesst. Gegenüber des 2005 entstandenen 'Abenteuerparks'  erhebt sich in der Mitte des  'Herrgottsgäertchens' eine Christusstatue mit ausgestreckten Armen. An dem absteigendem Weg steht eine überdachte Muttergottesstatue, zu deren Füssen sich eine zugedeckte Wasserstelle befindet. Den weiter absteigenden Weg säumen zur linken Seite sieben Statuen, die die sieben Schmerzen Mariens darstellen.


Auf dem Altartisch der 1848 gebauten Bildchenskapelle thront die kleine 'Bildchenstatue'.

Obwohl einige Autoren den Ursprung des 'Bildchens' auf 994 bezw ins 13. Jh zurückgehen, um das Gnadenbild von Vianden mit der seligen Yolanda in Verbindung zu bringen, so deutet jedoch alles darauf hin, den Ursprung im 17. Jh zu suchen. Zu Beginn des 17. Jh war der Marienkult in den spanischen Niederlanden, zu denen Luxemburg gehörte, durch die Statthalter Albert und Isabelle belebt worden. Durch die Not und das Leid des 30-jährigen Krieges und die Pestepidemien, erlebte die Marienverehrung einen bedeutenden Aufschwung und es entstanden zahlreiche Wallfahrten. Alles deutet darauf hin, dass infolge der Pestjahre das 'Bildchen' der Muttergottes hoch über dem Ourtal in einer verschlossenen Felsennische des Bonzelberges, aufgestellt wurde. Auch die Bekleidung des Gnadenbildes weist auf das 17. Jh hin,, als diese spanische Sitte immer mehr in den Niederlanden aufkam. U.L.F. vom Bildchen wird als 'Heil der Kranken' angerufen.


Besuch der Muttergottes von Fatima in der Pfarrei Parc Our St Nicolas


10 Jahre, nach der Segnung der Fatima Statue im 'Bildchensbësch , und 70 Jahre nach dem Empfang der Originalstatue von Fatima , findet am 15. Juni 2017 in Weiler eine kleine Feier zu Ehren U.L.F. von Fatima statt, mit Filmvorführung 'Maria erscheint in Fatima' und anschliessender Diskussion und Meditation.

Am 16.Juni 2017 kommt die Original Fatima Statue  um 17h30 in Vianden an und wird vor dem Pfarrhaus aufgestellt. Nach der Begrüssung in portugiesischer und luxemburgischer Sprache, führt die Prozession zur Trinitarierkirche mit anschliessendem zwischengemeinschaftlichem   Rosenkranz und um 19h00 einer zwischengemeinschaftlichen Messe.      


Die Statue U.L.F. von Fatima zu Besuch in Vianden im Jahre 1947 


Laut Chronik der Stadt Vianden wurde am 15. September 1947 die Statue U.L.F. von Fatima abends in Fouhren abgeholt. Eine feierhliche Prozession, angeführt von den Schulkindern und dem Lehrpersonal, begleitet von sämtlichen Lokalvereinen, führte die, von Männerschultern getragene Statue in prächtigem

Lichterzug ins Ourstädtchen hinab. In der feierlichen Mitternachtsmesse hielt Mgr Elz die Festpredigt. Am anderen Morgen wurde die Statue zu den Kranken des Sanatoriums gebracht und nach einer Dekanatsmesse in der Pfarrkirche, nach Bettel geleitet..