Zur Erinnerung an das „Fockeschlass“

Das „Gréiveschlass“ am Fuße der Sankt Remigius-Kirche als die Wahrzeichen der Ortschaft Koerich schlechthin sind wohl jedem bekannt. Die Existenz eines zweiten Schlosses in Koerich, dem „Fockeschlass“, ist aber weitestgehend unbekannt.

Knapp 100 Meter von „Gréiveschlass“ entfernt, auf einer Anhöhe genannt „Fockegaart“, stand das „Fockeschlass“, benannt nach der Adelsfamilie Fock von Hübingen, in dessen Besitz es sich von 1487 bis 1593 befand. Im 13. Jahrhundert wird die Herrschaft erstmals erwähnt. 1593 kam die Fockenherrschaft durch Heirat in den Besitz der Familie von Nassau. Am 3. Juni 1738 erwarb Freiherr Lambert Joseph de Marchant et d’Amsembourg das „Fockeschlass“, der wenige Monate später auch Besitzer der Grevenherrschaft wurde und somit die beiden Koericher Herrschaften vereinte. Das „Fockeschlass“ wurde dem Verfall überlassen.

So entstanden im 18. Jahrhundert rund um die Ruine Wohnhäuser aus den Überresten des einstigen feudalen Herrensitzes. Auf Initiative der „Käercher Schlassfrënn“ wurde beim Festsaal im „Chemin du Fockeschlass“ eine Plakette mit der Geschichte des „Fockeschlass“ angebracht. Im Rahmen einer Feierstunde wurde die Plakette von Bürgermeister Léon Eschette und Georges Simon, Präsident der „Käercher Schlassfrënn“, enthüllt.(rfg)