"An der Zait vum 1. Weltkrich" - Verlängerung der Ausstellung

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22 Sep 24 Sep 29 Sep 01 Oct

Sonderausstellung im Brennereimuseum in Kehlen:

« An der Zäit vum 1. Weltkrich »

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu „10 Jahre Brennereimuseum“ findet eine vielfältige Sonderausstellung über die Zeit des 1. Weltkrieges statt.

Aus dem Gehöft des Brennereimuseums „a Lammesch“ stammt Richter Ferdinand Adam, welcher gegen Kriegsende (im November 1918) von der damaligen luxemburgischen Regierung beauftragt wurde, in der Schweiz eine Pressebüro zu eröffnen, um Stellung zu den kritischen Presseberichten bezüglich der Haltung Luxemburgs während des Krieges zu beziehen. Luxemburg sollte seine auf der Kippe stehende Unabhängigkeit verteidigen. Es galt negative Artikel in der ausländischen Presse zu bekämpfen. Bisweilen unveröffentlichte Originaldokumente von Ferdinand Adam aus jenen kritischen Wochen und Monaten werden der Öffentlichkeit zum ersten Mal gezeigt.

Weitere Themen der Ausstellung sind, die Notlandung eines deutschen Kriegsflugzeuges im „Loor“ bei Nospelt nach der Bombardierung der Stadt Luxemburgs, das Schicksal Luxemburger Soldaten in der Fremdenlegion der französischen und amerikanischen Armee oder der Schnapsherstellung im 1. Weltkrieg.

Dokumente bestehend aus Zeitungsartikeln der Jahre 1914-1919, Fotos und Zeichnungen, Postkarten und original Schriftstücke beleuchten die Zeit vor 100 Jahren und berichten über den Verlauf des 1. Weltkrieges auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

Die damalige Kriegsmaschinerie, bestehend aus Autos, Kanonen, Panzer, Flugzeuge, Kriegsschiffe und Zeppeline, wird auf Zeichnungen hervorgehoben.

Bilder und Postkarten berichten über die Kämpfe in Frankreich und im Osten, das Leben im Krieg in Kehlen und in Luxemburg, sowie über den Rückzug der deutschen Truppen und die Ankunft der amerikanischen Soldaten in Kehlen.

Lieder, Gedichte und Gebete der damaligen Zeit sind im Original ausgestellt.

Nach Beenden des Krieges wurde Alphonse Recher aus Kehlen „ a Pollessen“ von französischen Soldaten und Kehlener Einwohnern als Überlebender „grand blessé de guère“ gefeiert. In den Jahren danach begab er sich nach Paris und eröffnete einen Schusterladen.

Des Weiteren berichten Bilder über die verschiedenen Uniformen der europäischen und amerikanischen Soldaten, sowie Originaluniformen aus jener Zeit sind zu bewundern.

Im Jahre 2007 eröffnete das Brennereimuseum in Kehlen seine Türen. Seitdem kommen jährlich 1.000 Besucher ins Museum. Während der Sonderausstellung hat das Brennereimuseum seine Türen ebenfalls geöffnet.

Öfnungszeiten:

Freitags: 14 bis 19 Uhr

Sonntags: 10 bis 18 Uhr