Reicht „Vision Zero“ aus?


Polizei-Experte Peter Kellerer aus Hamburg führt den „Pupillographen“ vor.


Die Generalversammlung der „Association Nationale des Victimes de la Route-AVR“ eröffnete Präsident Raymond Schintgen am Sitz der Vereinigung in Howald mit einer Gedenkminute für alle Verstorbenen, die auf Luxemburgs Straßen ihr Leben verloren haben sowie auch den Familien bei denen das Schicksal zuschlagen hatte. Mit „Vision Zero“ bezeichnet François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, das Ziel, Straßen und Verkehrsmittel so sicher zu gestalten, dass keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr auftreten. Grundgedanke von Vision Zero ist, dass Menschen Fehler machen. Daher muss das Verkehrssystem so gestaltet werden, dass diese Fehler nicht zu lebensbedrohlichen Verletzungen seiner Nutzer führen. „Reichen die Maßnahmen, die im Rahmen von „Vision Zero“ getroffen wurden, oder gehen sie noch nicht weit genug?“ diese Frage stellte Schintgen den zahlreich erschienenen zum Teil selbstbetroffenen Verkehrsteilnehmer. Die Realisierung des neuen Monuments stand im vergangenen im Vordergrund jedoch schreitet die Planung nur sehr mühsam voran. Des weiteren arbeitet versucht eine AVR-Gruppe das Projekt „Trauma Coaching“ auf die Beine zu stellen. Mit dem Projekt „Tremplin“ versucht die AVR die Schwerverletzten wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Den Schwerpunkt legte Schintgen auf die Verkehrsunfälle 2015/16. Wurden 2015 noch 36 Verkehrstote gezählt fiel 2016 die Anzahl um 11 Prozent auf 32. Die Anzahl der Schwerverletzten belief sich 2014 auf 245, 2015 auf 319 und 2016 auf 249. Seit der Gründung der AVR im Jahre 1992 sind insgesamt 1305 Verkehrstote zu beklagen. An Ressortminister Bausch richtete Schintgen die Frage warum das Handyverbot nicht an den festinstallierten Radarstationen kontrolliert werde. Zu der Anzahl der Verkehrtoten im vergangenen Jahr äusserte sich Bausch „Die Zahlen sind besser geworden – aber noch nicht gut“ Lobend hob er die Arbeit der Polizei hervor. Am 29. September 2017 begeht die AVR zu verschiedenen Themenbereichen das 25. Jubiläum in Itzig. Zum Abschluss referierte Peter Kellerer, Mitglied der Polizei Hamburg, Direktion Polzeikommissariate und Verkehr zum Thema „Verbesserung der Verkehrssicherheit durch den Einsatz moderner Technik - “ im Bereich illegale Drogen, Alkohol, Medikamente und Erkrankungen im Straßenverkehr. Autofahrer, die im Alkohol- oder Drogenrausch zu gedröhnt hinter dem Steuer sitzen, sind ein sehr gefährlicher Faktor. In der Hamburger Polizei ist deshalb der Pupillograph im Einsatz, der die Reaktion und die Pupillenweite genauestens misst. (G.L.) www.avr.lu