Der Kulturpreis 2013 geht an…?


Wie bereits in den vorherigen Jahren bleibt das unabhängige Film-und Theaterkollektiv „Richtung22“, das hauptsächlich aus jungen, kreativen, freiwilligen und schauspielerisch begabten Studenten besteht, seiner Linie treu. Auf „Bau der Heimat“, „Jugend ohne Job“ und „Ode an die Freude“ folgt nun das Theaterstück „Kulturpräis 2013“.

In der Aufführung wird deutlich, dass es gar nicht so einfach ist wahre Kunst von Alltagsgeschehen zu unterscheiden. Hat ein drei Töne beherrschender Musiker oder doch eher eine eifrige Putzfrau den Kulturpreis in der Kategorie „Wer sich am meisten Mühe gab“ verdient? Wo beginnt Kultur und wo hört sie auf? Sind die Hauptverantwortlichen überhaupt in der Lage zwischen innovativen, melodischen und originellen Kompositionen oder doch eher durchschnittlich, bequemen, „möchtegern“ Kreationen zu unterscheiden? Auch wenn das präsente Publikum es ja in die Abendaufführung geschafft hat, wird ihm schnell klar, dass für zahlreiche Menschen der Kulturbereich eine nebensächliche Rolle spielt.

Wie immer ist das Spektakel reich an unterschwelligen Kritiken; so manche Situation kann auf andere Bereiche übertragen werden. Waren die Stücke der vergangenen Jahre thematisch und inhaltlich anspruchsvoller, so weiß dieses Stück durch zahlreiche theatralische Pointen die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Es handelt sich diesmal um ein Stück der etwas anderen Art, was aber deswegen nicht weniger interessant ist.


Am Freitag, dem 20. September 2013 um 20 Uhr haben sie noch einmal selbst die Gelegenheit in die chaotische Künstlerwelt und Kulturpolitik einzutauchen. Die Vorstellung findet im TNL (Théâtre National du Luxembourg) statt. Weitere Informationen zum Stück erhalten sie unter: http://www.richtung22.org und Tickets finden sie bei luxembourgticket.lu.