Haxo-Green-Camp 2012: Die Passion für Bits und Bytes (Fotostrecke)

Während vier Tagen tauschen rund 135 Hacker ihr Wissen auf dem „Haxo Green“-Hackercamp in Düdelingen aus. Die Mischung aus edukativen Workshops und dem Zusammensein in der Natur von Düdelingen macht den Erfolg dieser Veranstaltung aus.

Vor drei Jahren organisierte die luxemburgische Hacker-Community „syn2cat“ ein internes Camp für Mitglieder. Im darauffolgenden Jahr fand dann die erste offizielle Auflage von „Haxo Green“ mit rund 80 begeisterten Teilnehmern statt. Seitdem findet das Hackercamp im Zweijahresrhythmus statt. Neben Luxemburgern nehmen hauptsächlich deutsche und niederländische Hacker teil.

Die meisten Menschen glauben, Hacker brechen in Systeme ein und haben deshalb ein schlechtes Bild von ihnen. Hacker brechen in der Tat in Systeme ein, jedoch nicht um Schaden anzurichten, sondern um Sicherheitslücken ausfindig zu machen und Lösungen vorzuschlagen. Ein Hacker nimmt Systeme auseinander, um genau zu wissen wie diese funktionieren und wie man es vereinfachen kann, erklärt Veranstalter David Raison.

Deshalb verbindet das Konzept der Veranstaltung Konferenzen zu diversen Programmierthemen mit Workshops. In den Arbeitskreisen wird nicht nur programmiert, sondern diverse Themen, wie die Gesetzesentwürfe ACTA und SOPA oder die Sicherheit im Internet, werden in der Runde diskutiert.

Neben dem Fachmännischen steht aber auch der Spaßfaktor im Vordergrund. Weil die meisten ihre elektronischen Platinen selbst löten, können die Teilnehmer zur Abwechslung im Metallatelier das kunstvolle Schweißen lernen. Außerdem können sie sich beim Yoga entspannen oder an einem Sushi-Workshop teilnehmen.

Dieses Jahr bietet das Hackercamp den Teilnehmern des Weiteren die Möglichkeit, die „LPI Certification“ zu erlangen, indem sie ein Examen mit dem Betriebssystem von Linux absolvieren können.

Während internationale Hackercamps größer ausfallen, ist das „Haxo Green“-Camp bei den Teilnehmern wegen seiner familiären Atmosphäre im kleinen Kreis sehr beliebt. Der nächsten Auflage in zwei Jahren steht demnach nichts im Weg.

(Text: Sebastian Persuric / Foto: Gerry Huberty)