Differdingen: Kleine Kapelle anstelle der Kirche?

Der Gemeinderat beschloss den Abriss am Mittwoch einstimmig. Der neue „Kirchenplatz“ soll sich in ein Gesamtkonzept einfügen um die Ortsmitte attraktiver zu gestalten. Dazu könnte auch eine Kapelle zur Erinnerung an die ehemalige Kirch gehören.

Dieses Archivbild zeigt die Abrissarbeiten des baufälligen Teils der ehemaligen Kirche im Dezember 2012. Foto: Claude Piscitelli

(L.E.) - Am Mittwoch beschloss der Gemeinderat von Differdingen einstimmig den Abriss des noch bestehenden Gebäudeteiles der ehemaligen Kirche „Notre Dame des Douleurs“. Einig zeigten sich die Räte auch darüber dass der so entstehende „Kirchenplatz“ als Teil eines Gesamtkonzeptes neu genutzt werden soll. Eine endgültige Entscheidung, wie diese Nutzung genau aussehen soll, wurde im Gemeinderat jedoch entgegen anderslautenden Medienberichten nicht getroffen.

Vielmehr forderte Bürgermeister Claude Meisch die Gemeinderatsmitglieder dazu auf ihre Vorschläge dem Schöffenrat mitzuteilen. Dieser stellte einen Plan vor in dem einige Möglichkeiten aufgezeichnet wurden. Zum Beispiel würde diesem Plan nach ein Spielplatz in der Mitte des Platzes und eine Kapelle, dort wo zuletzt der Kirchturm stand, zum Andenken an die ehemalige Kirche entstehen. Des weiteren würde ein niedriges Gebäude erbaut in dem beispielsweise eine „Maison Relais“ entstehen könnte.

Meisch betonte die Gemeinde werde nicht locker lassen was die Klärung der Schuldfrage betrifft, damit der Schaden der der Gemeinde entstanden sei beglichen werde. Zudem dankte er den Gemeinderatsmirtgliedern aller Parteien für die sachliche Diskussionen ohne Polemik mit der dieses Dossier behandelt wurde.

Kapelle wird ein Ort des Gebetes und der Erinnerung

Auf Nachfrage unserer Redaktion beim Bistum hin, bestätigte Pastoralreferentin Marie-Christine Ries, dass es für die Gemeinschaft der Gläubigen in Differdingen wichtig sei, dass die Kapelle ein Ort des Gebetes und der Erinnerung an die ehemalige Kirche sei. Sie wies auch noch einmal darauf hin, dass der Moment des Abschieds die Desakralisierung der Kirche gewesen sei und nicht der Moment in dem das Gebäude, das letztendlich der Gemeinde Differdingen gehört, abgerissen wird.

Der Zugang zum Kirchengebäude war seit dem 18. Juni 2010 aus Sicherheitsgründen verboten, nachdem das Gebäude als einsturzgefährdet eingestuft worden war. Die Schuldfrage ist bisweilen nicht geklärt. Am 2. Dezember 2012 wurde die Kirche desakralisiert und am 10. Dezember des gleichen Jahres begannen die Abrissarbeiten des baufälligen Teiles des Gebäudes.

Einen ausführlichen Bericht zur Gemeinderatssitzung vom vergangenen Mittwoch finden Sie im Luxemburger Wort vom Freitag, dem 8. November.

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