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Konveniat des Jahrgangs 1935 in Vianden

Vianden. Auf Einladung von Mariette Osch-Thielen und Jacqueline Streff-Haentges trafen sich am 26. Juni sieben ehemalige Klassenkameradinnen und -kameraden in ihrem Heimatort Vianden zu ihrem Klassentreffen. Ein paar ihrer Schulfreunde hatten sich kurzfristig auf Grund der extrem hohen Temperaturen, die an diesem Tag herrschten, abgemeldet. Zu ihrem ersten Treffen kamen die Schulfreunde 1975 zusammen, anschließend fanden mehrere Treffen in unregelmäßigen Abständen und seit nunmehr zehn Jahren jährlich statt.

1935 geboren und eingeschult im Jahre 1941 besuchten die Jungen die ehemalige, heute nicht mehr bestehende Knabenschule am heutigen Vic. Abens- Platz, derweil die Mädchen in die damalige Schwesternschule gingen. Ihre Kindheit war vor allem vom zweiten Weltkrieg geprägt. Die Kriegsjahre, die in Vianden bis zu seiner endgültigen Befreiung als letzter Ort des Landes im Februar 1945 dauerten sowie die Notzeit danach haben sich fest in das Gedächtnis der ehemaligen Schüler eingeprägt. Geschichten aus jener Zeit, aber auch zahlreiche eher lustige Anekdoten aus der Jugend machten beim gemeinsamen Mittagessen im Hotel „Victor Hugo“ die Runde.

In ihrem Geburtsjahr fanden in Vianden mehrere bedeutende Ereignisse statt, wie zB. der erste „Veiner Nëssmoort“. Auch wurde das „Victor Hugo“-Haus eingeweiht. Victor Hugo war dann auch teilweise Gesprächsthema am Mittagstisch. Der französische Schriftstellter besuchte Vianden insgesamt vier mal. Bei seinem letzen Besuch im Jahre 1871 hatten die Viandener Bürger zu seinem Namenstag am 21. Juli an fast dem gleichen Ort, dh. im Garten des damaligen Hotel Koch ein paar Meter weiter ein großes Fest veranstaltet. Hierüber und über weitere historische Ereignisse aus dem Ourstädtchen wusste vor allem Schulfreundin Jacqueline Streff-Haentges so manches zu berichten. Am späten Nachmittag trennte man sich mit dem Versprechen, sich im kommenden Jahr wieder zu sehen.