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Gedenkfeier zum Generalstreik von 1942

Am 31. August 1942 bäumten sich die Luxemburger gegen die Nazi-Diktatur auf. Um der Opfer und Helden zu gedenken fand am 31.08. 2019 auf dem Gelände des Stahlwerks von Esch/Schifflingen und dem Freiheitsplatz vor der Gemeinde in Schifflingen eine Gedenkfeier im Beisein von zahlreichen Gästen statt.

Die Feier begann um 17.00 Uhr mit einer Kranzniederlegung auf dem Gelände des Stahlwerks Esch/Schifflingen dies im Beisein des britischen Botschafters, John Marshall, des Stellvertreters des amerikanischen Botschafters, Casey Mace, der Vertreterin des französischen Botschafters Frau Pascale Gay-Gressin, des deutschen Botschafters Dr. Heinrich Kreft, des Bürgermeisters Paul Weimerskirch, des Schöffenrates, der Vertreter der Resistenz- und Kriegsopferorganisationen und vielen interessierten Bürgern auf Schifflingen.

Um 18.00 Uhr versammelten sich zahlreiche Bürger und alle Vertreter auf dem Freiheitsplatz vor der Gedenkstätte in Schifflingen, die an die Opfer der Nazi-Diktatur erinnert. Das Ertönen der schrillen Sirene um Punkt 18.00 Uhr erinnert an die Ereignisse vor 77 Jahren als Hans Adam durch das Betätigen der Sirene, auch „Bir“ genannt, die Arbeiter zum Streik aufrief. Nach der Niederlegung der Blumenkränze lud die Gemeinde alle Gäste zu einer akademischen Sitzung in den Festsaal der Gemeinde ein. In seiner Ansprache erinnerte der Bürgermeister Paul Weimerskirch an die historischen Ereignisse und an die Verantwortung der politischen Führung. Anschliessend beleuchtete die Historikerin Dr. Elisabeth Hoffmann den Begriff „Resistenz“, die verschiedenen Formen von „Resistenz“ und seine Folgen. Der Historiker Jérôme Courtoy gab Erklärungen zur Ausstellung „Between Shade and Darkness“, die zum Anlass des Gedenktages in der Gemeinde gezeigt wird und stellte seine Broschüre „Schifflingen im Ausnahmezustand. Zwischen Kriegsvorbereitungen, Evakuation und Besatzung. Ein Rekonstruktionsversuch“ vor.

Zum Abschluss der Zeremonie wurde eine Schweigeminute eingelegt um dem letzten Zeitzeugen, Jos Steichen, zu gedenken. Danielle Wenzel, Vertreterin der Zwangsrekrutierten, ging in ihrer Ansprache auf das schwierige Schicksal von Jos Steichen ein.