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Nouspelter Kierch a Peckvillecher

Nospelt (lux.: Nouspelt; franz.: Nospelt) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Kehlen (lux.: Kielen) im Westen der Stadt Luxemburgim Großherzogtum Luxemburg und gehört zum Kanton Capellen. Das Dorf hat 755 Einwohner (Stand: 2006, 2001:751 Einwohner)

Die Kirche im Zentrum von Nospelt (Kirche Nospelt) wurde 1852 an der Stelle der ehemaligen St.-Thomas-Kapelle im Empirestil erbaut. Nur die Pietà auf dem Altar wurde von der Kapelle übernommen. 1986 wurde die Kirche renoviert. Die Kirche ist die Hauptkirche der Kirchengemeinde Nospelt, die mit dem Pfarrverband Mamerdall verbunden ist.

Die nachweisliche Besiedlungsgeschichte der Gegend um Nospelt geht auf die Zeit um die römische Eroberung dieses Landstrichs zurück. Bei Scheierheck und Kréckelbierg wurden 1966 und 1993 keltische Aristokratengräber gefunden, die möglicherweise im Zusammenhang mit der keltischen Siedlung am Tëtelbierg bei Péiteng stehen. Die Entstehung dieser Gräber wurde auf 20 und 50 v. Chr. festgelegt. Die Gräber hatten reiche Beigaben, zum Beispiel Amphoren, die importierten Wein aus Kampanien (Italien) enthielten. Fundstücke aus dieser Zeit sind im Nationalmuseum für Geschichte und Kunst ausgestellt, andere im Vereins-Museum Georges Kayser Altertumsfuerscher (benannt nach dem Altertumsforscher Georges Kayser, 1916–1988).

Gräber aus der Merowingischen Zeit im Naturschutzgebiet Telpeschholz aus dem 7. Jahrhundert zeigen, dass das Gebiet um Nospelt dann ständig besiedelt war.

1458 nahm in Nospelt das Töpfer-Handwerk (lux.: Aulebäckerhandwierk) seinen Anfang. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Nospelt noch 17 professionelle Töpfereien, wodurch das Dorf ein Zentrum für die Keramikproduktion in Luxemburg war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser Wirtschaftszweig in Nospelt jedoch ausgestorben. 1914 stellte der Töpfer Nicolas Schneider (1868–1941) die letzte professionelle Produktionsstätte ein. Durch den Bedarf des Eemaischen (Markt) in der Stadt Luxemburg und rührige Vereine wurde die Tradition des Töpferhandwerks aufrecht erhalten, vor allem durch die Erzeugung von Spielzeug und Péckvillercher. Seit 1957 wird ein Eemaischen auch in Nospelt abgehalten und die Péckvillercher von Nospelt sollen besonderen Sammlerwert haben.