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„Dir sot mir merci – ech soen Iech merci!“

Nach 22-jährigem Wirken nahm Pfarrer Marcel Grethen Abschied von der Pfarrei Roodt/Lannen

Nach 22 Jahren Wirken als Seelsorger in Roodt und Lannen wurde Pfarrer Marcel Grethen am Sonntag (19.September)im Rahmen eines Hochamts in der Pfarrkirche von Lannen nicht ohne Wehmut von der Pfarrgemeinschaft verabschiedet. Mit einer Träne im Knopfloch sage man Lebewohl, wie Kirchenratspräsident Albert Weis meinte, der in seiner Ansprache nochmals das Wirken von Pfarrer Marcel Grethen Revue passieren ließ.

Pfarrer Marcel Grethen wurde am 12. Mai 1937 in Aspelt geboren. Nach dem Abschluss des Studiums am Seminar wurde er am 5. Juli 1964 zum Priester geweiht und dann als Kaplan in der Pfarrei Rodange installiert. Seine erste Pfarrei als Seelsorger wurde Marcel Grethen am 1. Januar 1975 zugewiesen: In zahlreichen Ortschaften des Pfarrverbands Rambrouch hat er seither ununterbrochen als engagierter Priester ganz zum Wohl der vielen Gläubigen gewirkt. So auch in der Pfarrei Roodt/Lannen, die er seit 1988 ebenfalls betreute, von welcher er nun jedoch wieder Abschied nehmen muss.

Neben seinem geistlichen Wirken opferte Marcel Grethen auch viel Zeit für seine Mutter, die er bis zu ihrem Todestag liebevoll umsorgte. Als Dank und Anerkennung für seinen Einsatz in der Pfarrei wurde dem scheidenden Pfarrer am Sonntag eine Ikone mit der Darstellung des Abendmahls, gestaltet von einem einheimischen Künstler, überreicht.

„So wie der Wind mit den Bäumen spielt, so spielt das Schicksal mit den Menschen! Aber mit welchen Gefühlen ich heute morgen die Sonntagsmesse hielt, das kann man nur erahnen“, so Marcel Grethen in seiner Abschiedsrede im Anschluss an die Messe. „Ich war in den 22 Jahren sehr froh, in Roodt und Lannen die Eucharistie mit Euch allen zusammen feiern zu dürfen. In all dieser Zeit habe ich liebe Menschen kennengelernt, die mir auch heute noch sehr nahe stehen. Ich habe denn auch nicht selbst um diesen Abschied ersucht, sondern es waren höhere Kräfte am Werk“, so Grethen, der sich anschließend bei all seinen Pfarrkindern bedankte. „Dir sot mir merci – ech soen Iech merci!“ , so Marcel Grethen. Denn die Liebe, die man jemandem schenke, könne man nicht messen. „Vielleicht habe ich mehr von Euch erhalten als Ihr von mir. Danke für die vielen schönen und unvergesslichen Jahre des Wirkens. Danke für alles, was Ihr mir in guten und schlechten Zeiten mit auf den Weg gegeben habt. Ich werde dies niemals vergessen.“ Aufrichtig dankte der Pfarrer auch dem Chor Ell-Roodt-Lannen um Dirigent Francis Glesener und Organist Henri Grof für die stete Verschönerung der Gottesdienste. (CR)