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Review: Wanderung durch das Land der roten Erde - Auf Carlo Hemmers Spuren

Wanderung durch das Land der roten Erde - Auf den Spuren von Carlo Hemmer


Die fünfte Auflage unserer traditonellen Wanderung auf den Spuren Carlo Hemmers führte uns am letzten Wochenende in das Land der roten Erde, der sogenannten Minette-Region. Zwei abwechslungsreiche Tagesetappen von jeweils 24 - 26 km standen auf dem Programm. Dabei galt die brandneue Jugendherberge im Süden des Landes als Ausgangspunkt und Ziel zugleich.


Pünktlich am Samstagmorgen um 9.29 Uhr starteten 30 motivierte Wanderer von Esch-sur-Alzette mit dem Zug nach Pétange. Bei hervorragender Stimmung wurde die erste Etappe von Pétange nach Esch-Belval schließlich eine halbe Stunde später in Angriff genommen. Bei der geführten Wanderung durch die ehemals wichtigste Industrieregion Luxemburgs gab es immer wieder überraschende Aussichten auf alte Bergarbeitersiedlungen wie Lasauvage sowie historische Bahnanlagen wie dem „Fond-de-Gras“. Direkt am Anfang der Tour durch das Naturreservat „Giele Botter“ konnten die Wanderer auf Anhieb sehen, wieso die Region als Land der roten Erde bezeichnet wird. Als krönender Abschluss und Kontrastprogramm zur abwechslungsreichen Natur stand ein Abstecher durch das moderne Viertel Esch-Belval auf dem Programm. Da wir den ganzen Tag von der Sonne begleitet wurden, luden die Terrassen von Belval zu einer ausgiebigen Pause ein, bevor es anschließend mit dem Zug wieder zurück zur Jugendherberge ging. Auch hier lud die Terrasse der Jugendherberge zum krönenden Abschluss des ersten Tages ein. Unsere Köche verwöhnten die hungrigen Wanderer mit fantastischen Grillspezialitäten.


Nach einer erholsamen Nacht in der topmodernen Jugendherberge direkt am Escher Bahnhof gelegen, stand der zweiten Tagesetappe nichts mehr im Weg. Die Wandertour war etwas kürzer und führte uns über die moderne Passerelle zum „Escher Déirepark“ auf dem Galgenberg sowie durch das Naturreservat „Ellergronn“. Anschließend ging es weiter in Richtung Kayl zur sogenannten „Léiffrächen“ – eine Grotte und ein Monument, welche an die schwere Arbeit der nationalen Bergbauarbeiter erinnern soll. Der schönste Teil dieser Etappe, da waren sich alle einig, befand sich in den sogenannten „Canyons“ mit der für die Region typischen roten Erde. Diese wunderschöne und interessante Landschaft bot zum Abschluss noch einen atemberaubenden Blick über den Großteil der Minette-Region.


Auch am zweiten Tag war die Laune bestens. Trotz müder Beine und mehreren Blasen unter den Füßen wurde viel gelacht und die Teilnehmer konnten mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gehen.


Wie auch schon in den Vorjahren, wurde das Wanderwochenende von der administrativen Zentrale der Luxemburgischen Jugendherbergen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Carlo Hemmer* organisiert.


*Der Ettelbrücker Carlo Hemmer (1913-1988) war ein bedeutender Luxemburger Wirtschaftswissenschaftler. Neben vielen beruflichen Aufgaben sowohl in Luxemburg als auch auf internationalem Parkett, hat er sich für die Belange der Jugend eingesetzt und somit auch immer das Luxemburger Herbergsnetz tatkräftig unterstützt. Bei seinem Tod hinterließ er die Hälfte seines Vermögens einer Stiftung, die 1986 als „Fondation Lëtzebuerger Jugendherbergen“ gegründet wurde und heute als „Fondation Carlo Hemmer“ seinen Namen trägt. Ziel der Stiftung ist die Vereinnahmung von Mitteln und die Verwaltung des bestehenden Vermögens, um die Jugendherbergen, sozial touristische, sportliche und erzieherische Aktivitäten der Jugend, sowie generelle Jugendaktivitäten in Unabhängigkeit von politischen, sozialen und religiösen Aspekten zu fördern.