Change Edition

20. MAFREMA (MAt FReed MAssendénger) - „Mir hunn esou fantastesch Massendénger“

Unter dem Motto „Eis Hänn am Déngscht vum Jesus“ trafen sich rund 250 Ministranten und Ministrantinnen zum Messdienertag Mafrema (MAt FReed MAssendénger) in der Stadt Luxemburg. Die Jubiläumsedition bot den Altardienenden ungeahnte Blicke auf die Kathedrale, einen Geburtstagskuchen im Bischofshaus und eine Überraschung in Echternach.

Der von der Diözesanstelle „Lëtzebuerger Massendénger“ vorbereitete Tag startete mit einer gemeinsamen Rallye, das die MessdienerInnen vom Bahnhofsviertel durch das Pétrusse-Tal und den Grund bis in die Oberstadt führte. Dabei galt es, Wissenswertes und Kurioses rund um die Quirinius-Kapelle, die St. Johannkirche und die St. Michaelskirche zu erkunden und den richtigen Blick für Details aufzubringen. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen mussten teilweise knifflige Fragen über Heilige und das religiös-kulturelle Luxemburg beantworten.

Anschließend hatten die MessdienerInnen Gelegenheit, die Kathedrale von Luxemburg zu erforschen – von der Krypta bis in den Glockenturm. In der Sakristei erklärte Jean-Pierre Reiners, Diözesanseelsorger der MessdienerInnen, die Geschichte der Muttergottesoktav mit anschaulichem Material: Einige Kleider und Devotionalien der Luxemburger Stadt- und Landespatronin wurden eigens ausgestellt. Pfarrer Joël Santer erläuterte den Chorraum, wo die „cathedra“ des Erzbischofs steht. „Im Chorgestühl wurde uns ein Trick gezeigt, wie die Chorherren im Stehen trotzdem sitzen können“ erzählt die elfjährige Elisabeth, ohne den Trick zu verraten. Die richtigen Bibelzitate galt es, den passenden Glasfenstern in der ehemaligen Jesuitenkirche zuzuordnen, während in der Krypta die oft verkannten Schätze den MessdienerInnen nähergebracht wurden. Dass die Westenfelder-Orgel eine „gute und schlechte Seite“ hat, war eine weitere Entdeckung für die Ministranten und Ministrantinnen, die mit Domorganist Paul Breisch interessante Einblicke für Augen und Ohren erhielten.

Nach der Erkundungstour schlüpften die MessdienerInnen in ihre weißen Kleider und zogen mit Erzbischof Jean-Claude Hollerich in die Kathedrale ein, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. „Mir hunn esou fantastesch Massendénger hei zu Lëtzebuerg, an dofir soen ech Iech Merci“, unterstrich der Oberhirte der katholischen Kirche in Luxemburg zu Beginn der Messfeier. In seiner Predigt ging der Erzbischof auf die Freude am Dienen ein. „Als Frënn vum Jesus gitt Dir Zeechnis vu Jesus Christus of“, so Jean-Claude Hollerich, der seine persönlichen Erinnerungen an seine Messdienerzeit den anwesenden Ministranten und Ministrantinnen offenbarte. „De Jesus brauch är Hänn“, sagte er vor dem Hintergrund, dass man stets zu seinen Freunden stehen müsse. Für die Eucharistiefeier wurde ein Altartuch mit farbigen Handabdrücken sämtlicher anwesenden MessdienerInnen zum Altar gebracht. Vor dem Segen lud der Erzbischof die Messdienendenschar zu einer kleinen Agape mit Geburtstagskuchen zum 20. Mafrema ins Bischofshaus ein. Den Aufruf des Diözesanseelsorgers der Ministranten und Ministrantinnen, die MessdienerInnen mögen kein Chaos im Bischofshaus verursachen, erwiderte Erzbischof Hollerich mit den Worten: „Ech hu léiwer Chaos mat Iech wéi Uerdnung ouni Iech.“

(Text: Jeck Marc; LW 14.11.2015)
(Fotos: Jeck Marc, Knoch Nicole, Konsbruck Tanja,Scho René)