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Die Donatuskapelle "op der Bouch" zu Wäicherdang.

Einst stand auf der Bouch in Weicherdingen ein Gewitterkreuz.

Von dem Dorfkreuz, das sich einst "0p der Bouch" auf dem höchsten Punkt des Dorfes erhob, fehlt jede Spur.

So steht es im Urkadaster von 1824 und in der Ferrariskarte von 1777.

Es ist bekannt, dass die ganze Hochfläche um Weicherdingen äusserst blitzgefährdet ist.

Was lag den oft schwer geprüften Menschen näher, als sich unter den Schutz eines Heiligen zu stellen, der sie vor Unwetter und Blitzschlag schützen würde. Und das war bekanntlich St. Donatus.

So beschlossen sie, unter dem Impuls des damaligen Pfarrers Gaspard WOLFF (aus Diekirch) der von 1897 bis 1905 in Weicherdingen im Amt war, dem Heiligen statt des Kreuzes eine Kapelle zu errichten.

Zwei Heilige nehmen auf dem massiven Steinaltar den Ehrenplatz ein, St. Donatus, der Hauptpatron, und der St. Antonius von Padua, der Helfer bei verlorenen Sachen und der auch bei Viehkrankheiten angerufen wird.

Geflegt wurde das schmucke Kapellchen jahrzehntelang von den Angehörigen der Familie HEINEN und wurde 1995 zueltzt renoviert auf Initiative des kürzlich verstorbenen Louis Lentz mit Unterstützung von uneigennützigen Helfern und Spendern, sowie mit der Unterstützung des Syndicat d'Initiative und der Gemeindeverwaltung Clerf.

Heute noch sind die Weicherdinger stolz auf das kleine Heiligtum, dessen Erbauung sie durch ihre finanzielle und materielle Unterstützung ermöglichten.