Change Edition

EMPFANG EINER IRAKISCHEN FLÜCHTLINGSFAMILIE BEI KARDINAL JEAN-CLAUDE HOLLERICH

„L’Europe reçoit beaucoup, si elle est ouverte à donner»


Mit diesen Worten schloss Kardinal Jean-Claude Hollerich kürzlich ein Interview, das er Radio Vatikan zum Thema ‚Das Europa der Solidarität‘ gab. Er bezog sich dabei u.a. auf das selbstlose Engagement einer irakischen Flüchtlingsfamilie aus Wilz, die er für ein Gespräch und als Dank für ihren Einsatz bei der Herstellung von sanitären Masken, u.a. auch für das Bistum Luxemburg, ins Bischofshaus eingeladen hatte.


Früher haben wir in unser Poesiealbum geschrieben: Und die Liebe, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück‘.

Glücklich und voller Anerkennung endlich dem Land, das sie aufgenommen hat, etwas zurückgeben zu können, nähte Mohammed und Smaher Alhashimi, eine Schneiderfamilie aus Bagdad, gleich zu Anfang der Pandemie, insgesamt 14.000 sanitäre Masken, als diese wortwörtlich noch Mangelware waren. Bedarf herrschte in allen Schichten der Gesellschaft, in sozialen Einrichtungen, in Alten-und Pflegeheimen, bei Facharzt-Praxen, Apotheken, Unternehmen usw. Möglich wurde diese Nähaktion durch die allgemeine Solidarität der Luxemburger, die sich, nach einem FB Aufruf nach Stoff und Garn, aus allen Teilen des Landes meldeten, um die irakische Familie mit Leintüchern und Zwirn zu beliefern


Hilfe im Verborgenen zu leisten kann manchmal notwendig und angemessen sein. In der Regel aber ist es gut, wenn die Öffentlichkeit davon erfährt, wann immer Gutes getan wird. Nicht, um diejenigen, die Gutes tun, herauszustellen, sondern um andere Menschen zu motivieren, sich anzuschlieβen, ihnen Mut zu machen in ihrem eigenen Umfeld ebenfalls etwas anzustoβen und herauszutreten aus der Inaktivität.


“Wir brauchen Hoffnung, wir brauchen Solidarität".


Aufmerksam geworden auf die Aktion der irakischen Flüchtlingsfamilie, rief die UN SDG Action Campaign auf nach weiteren weltweiten aktiven Solidaritätsaktionen zwecks Unterstützung von Gemeinschaften während der Pandemie.

Dabei wurde die einmalige Aktion der Familie Alhashimi aus Wiltz als beispielhaft zitiert und Mohammed Alhashimi von der BBC zum Botschafter der Flüchtlinge in Luxemburg nominiert. Marina Ponti, Global Director der UNO SDG Action Campaign unterstreicht: “Wir brauchen Hoffnung, wir brauchen Solidarität und wir benötigen kreative und koordinierte Aktionen. Inmitten der globalen Gesundheitskrise, sehen wir starke Beispiele der Solidarität.“

Fabrizio Hochschild, UN Undersecretary, General leading UN75 ergänzt seinerseits: „Wir schaffen diese Krise nicht ohne Zusammenarbeit. Die Pandemie hat gezeigt, dass Solidaritätsaktionen und Freundlichkeit die Schlüssel sind, um die Krise zu meistern und wir können all denen, die ihren Beitrag dazu geleistet haben, nicht genug applaudieren.“


Meine persönliche Erfahrung mit Flüchtlingen: Das Kennenlernen ganz vieler verschiedener neuer Menschen ist eine groβe und interessante Herausforderung. Es kann nur klappen, wenn man gemeinsam organisiert. Das Signal sollte nicht heiβen: “Das Boot ist voll“. Das Signal sollte heiβen „Auch wenn es Konflikte gibt. Wir haben noch Platz. Wir reichen euch die Hand.

“ KOSCH AMAD! Willkommen!


s. Gaby