Change Edition

Besuch der Viandener BewohnerINNEN im Schloossbléck'

Bringen engagierte Ehrenamtliche der Diakoniegruppe der Pfarrei Parc Our St. Nicolas regelmäßig eine willkommene Abwechslung in das Einerlei des Altenheim-Alltags, so übernimmt einmal im Jahr, in der Vorweihnachtszeit, der Vorstand der Fraen a Mammen von Vianden diese Aufgabe. Den Viandener BewohnerInnen des Heimes ‚Schloossbléck‘ wird ein Besuch abgestattet.


Über das ganze Gesicht strahlte Frau Ketty H, ehemalige Vorsitzende der lokalen Fraen a Mammen. Stolz erklärte sie, sie sei, trotz gebrochenem Fuß, von ganz alleine aus dem Sofa in den Rollstuhl gestiegen. Heute habe sie nicht im Speisesaal gegessen, sondern mitgekocht.

Sichtlich erfreut über den Besuch war auch Frau Margot L. Sie bat die Damen doch Platz zu nehmen. Stolz erzählte sie von den Reisen ihrer Tochter und ihres Sohnes nach Japan bzw Südafrika.

Frau Lisi B wird im April kommenden Jahres ihren 99. Geburtstag feiern. Außer, dass die Beine nicht mehr so richtig mitmachen, könne sie sich nicht beklagen. Sie freue sich jedoch jeden Sonntag in Ettelbrück bei ihrer Tochter verbringen zu können.

Frau Clemence E, eine gebürtige Frohnatur von der Mosel, hat ihren Witz, den sie wohl seinerzeit bei Tatta Finny gelernt hat, nicht verloren. Sie möge die abwechslungsreichen Aktivitäten, wie Bingo, Kartenspiel, Pétanque, Sitztanz , erklärte sie. Im Juni führe eine 5-tägige Reise an die belgische Küste.

Frau Marie-Thérèse E hatte ihren Mann zu Besuch, der allerdings erklärte er sei mehr als beschäftigt mit dem Bau der Weihnachtskrippe in der Trinitarierkirche, die dieses Jahr schöner denn je werde.

Basteln und Häkeln seien ihre Lieblingsbeschäftigung, so Frau Marguerite N, was übrigens die zahlreichen Dekorationsobjekte in ihrem Zimmer bezeugten. 50 gehäkelte Sterne habe sie bereits vergeben. Sie häkele 2 Sterne pro Tag und freute sich den anwesenden Damen gleich einen goldenen und einen weißen Stern zu schenken.

Während Frau Pignolet und Frau Mariette W sich ausruhten, weilte Frau Micheline H beim Frisör.

Frau Edith F wusste nicht so Recht ob sie ihrem Sohn etwas von dem Gebäck abgeben sollte, meinte aber eher nicht und

Frau Bebby N war dabei sich eine interessante Fernsehsendung anzusehen.

Frau Maisy B , die noch bei bester Gesundheit ist und im Heimrat tagt, wusste bestens Bescheid, was sich so in Stadt und Land abspielt. Sie kam gleich aus ihrem Zimmer als sie die lauten Gespräche vernahm, welche mit Frau Alice P, die sehnlichst auf ihre Töchter wartete, im Aufenthaltsraum geführt wurden.


Mit Gesprächen über die kleinen und großen Alltagssorgen und über die Wichtigkeit für die älteren Leute verlässlich besucht zu werden schloss der Besuch mit viel Dankbarkeit im Speisesaal des Heimes ‚Schloossbléck‘.


Irgendwie ist es schön, abends mit der Gewissheit einzuschlafen, tagsüber etwas Sinnvolles geleistet zu haben.


Gaby