Change Edition

Nach einem gutem Start scheitert Résidence in der Schlussminute in Steinsel

Amicale hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Der neue US-Spieler Mekongo scheint endlich der erhoffte Glücksgriff zu sein. Er verlieh der Mannschaft den im gesamten Umfeld erhofften Auftrieb. Selbst ein früher Rückstand von 6:13 konnte die Heimmannschaft nicht verunsichern. Mit wiedergefundenem Selbstvertrauen geriet der 85:80-Erfolg trotz Schwierigkeiten im zweiten Durchgang nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Résidence begann auf der Erfolgswelle der vergangenen sechs Spieltage, wurde jedoch schnell wieder eingeholt. Über 7:0 und 13:6 schlugen die Herzen der Résidence-Anhänger immer höher. Umso unerwarteter traf sie die Antwort von Amicale. Der neue US-Spieler Mekongo hat die gesamte Mannschaft beflügelt und auf Erfolgskurs gebracht. Er war hauptverantwortlich für einen 17:2-Lauf, mit dem ein 6:13-Rückstand in eine 23:15-Führung verwandelt wurde. Der Bann war gebrochen. Walferdingen verfügte zu diesem Zeitpunkt nicht über die Mittel, sich dem gegnerischen Angriffswirbel entgegenzustellen. Mit gestiegenem Selbstvertrauen gelangen viele Kombinationen, die sonst undenkbar schienen. Im Gegensatz dazu zerfiel das zuvor so gut aufeinander abgestimmte Angriffsspiel von Résidence zwischendurch in Einzelaktionen. Mekongo hatte für Amicale den Weg geebnet, Djerman und Buntic konnten ganz nach dem Geschmack ihres in der Trainerverantwortung stehenden Landsmannes Kresimir Basic vollstrecken. Der Unterschied stieg noch vor dem Seitenwechsel durch einen von Bob Melcher und Laurent eingeleiteten 10:0-Lauf auf 45:26.

Zu sicher hatte sich Amicale wohl gefühlt, zumal auch nach Wiederbeginn vorerst alles nach Wunsch lief. Bob Melcher und Jones sorgten für den Höchstvorsprung bei 57:33. Durch Kampfgeist fand Résidence gegen einen immer leichtsinniger vorgehenden Gastgeber ins Spiel zurück. Ein nicht für möglich gehaltenes 17:0 stellte Résidence bei 55:61 den Umschwung in Aussicht. Überstürztes Vorgehen mit unvorbereiteten Würfen bedeuteten jedoch das Ende aller Résidence-Träume. Dennoch wird in Zukunft mit dieser Mannschaft zu rechnen sein. Auch in den Schlussminuten lehrte sie durch einen blendend aufgelegten Abdiu der verunsicherten Amicale beim 75:79 noch einmal das Fürchten. Der Rückstand war durch den verpatzten zweiten Viertel allerdings zu groß. (fs)

Amicale - Résidence 85:80

AMICALE: 30 Körbe, davon 13 à 3 P., 6/6 + 6/10 Freiwürfen, 6+10 Fehler

Bob Melcher 5+6, Jones 0+7, Schartz 5+4, Djerman 14+6, Mekongo 8+4, dann: Laurent 6+4, Buntic 4+0, Birenbaum 5+7

RÉSIDENCE: 29 Körbe, davon 9 à 3 P., 3/4 + 10/13 Freiwürfen, 8+8 Fehler

Gumbs 6+13, Schmit 3+2, Koster 2+7, Kennedy 13+12, Abdiu 3+19, dann: Becker 0, Ben Melcher 0

Besondere Vorkommnisse: Amicale ohne den am Fuß verletzten Jeitz und mit nur acht Spielern auf dem Spielbogen.

Zwischenstände: 5.' 7:13, 10.' 25:20, 15.' 37:26, Halbzeit: 47:27, 25.' 59:38, 30.' 61:51, 35.' 67:58

Maximaler Vorsprung: Amicale +24 (57:33), Résidence +7 (0:7)

Schiedsrichter: Glod, Rezki, Malané

Zuschauer: 316 zahlende