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Abwasserklärung der oberen Eisch auf dem richtigen Weg !

Am Freitag, den 6. Juli 2018 wurden die Finanzierungsvereinbarungen für Bau und Unterhalt der Bauwerke zur Abwasserklärung der oberen Eisch unterschrieben. Es handelt sich hierbei um die neue Kläranlage einer Ausbaugröße von 15.600 EW an der belgisch-luxemburgischen Grenze bei Steinfort mit den dazugehörigen Bauwerken und Abwassersammlern. Mit diesem Projekt wird eine positive Auswirkung auf die Qualität der unteren Eisch und auf das Einzugsgebiet der Mosel erzielt. Das grenzüberschreitende Projekt wird durch europäische Fördergelder unterstützt


Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten Maßnahmepläne zum Schutz und zur Verbesserung der Qualität der Wasserkörper aufzustellen. Mehrere Projekte im Bereich der belgischen Gemeinden Arlon und Attert tragen zur Verbesserung der Wasserqualität des Einzugsgebietes der Mosel bei : das ehrgeizigste Projekt ist der Bau von Abwassersammlern, Druckleitungen und einer neuen grenzüberschreitenden Kläranlage in Steinfort. Das 16,5 Millionen Euro Projekt wurde dem Feder-Förderprogramm Interreg Großregion vorgelegt und bekam den Zuspruch für eine finanzielle Unterstützung von 37 % durch die EU.

Eine Partnerschaft der belgischen und luxemburgischen Abwasserverbände.

Die AIVE und der SIDERO haben einen gemeinsamen Abwasserwirtschaftsplan für die obere Eisch erstellt. Gemeinsam finanziert durch den SIDERO, den luxemburgischen Fonds de la Gestion de l’Eau und durch die wallonische SPGE, werden die neuen Bauwerke das Abwasser der belgischen Ortschaften Sélange, Sterpenich und Barnich sowie der luxemburgischen Ortschaften Künzig, Fingig, Grass, Kahler, Kleinbettingen, Hagen und Steinfort sammeln und klären.

Effiziente Kläranlage geplant

Die geplante Kläranlage nahe dem Grenzposten in Steinfort wird die überlasteten und veralteten Kläranlagen in Sélange, Clemency, Grass und Steinfort ersetzen. Die neue Anlage wird im Belebtschlammverfahren mit einem erweiterten Stickstoff- und Phosphatabbau ausgerüstet, um den sehr strengen Ablaufwerten gerecht zu werden.

Der Klärschlamm wird vor Ort entwässert und gekalkt um dann einer Verwertung zugeführt zu werden. Alle lärm- und geruchsintensiven Anlagenteile werden eingehaust. Die Abluft dieser Gebäude wird chemisch-biologisch behandelt.

Im Bereich Energiewirtschaft werden die Dächer mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet. Die Gebäude werden über Wärmerückgewinnung der Gebläsestation beheitzt. Die neue Kläranlage soll im Oktober 2020 komplett in Betrieb sein.