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Entwicklungshilfeprojekt der „Dippecher Dachsen“ auf den Kapverdischen Inseln

Vor vier Jahren entschloss sich die lokale FNEL-Pfadfindergruppe „Dippecher Dachsen“ ein eigenes Projekt im Bereich der Entwicklungshilfe durchzuführen. Aus zahlreichen Vorschlägen wurde schließlich ein Projekt auf den Kapverdischen Inseln ausgewählt, was die jugendlichen Pfadfinder besonders ansprach, da es sich in erster Linie um die Renovierung einer Grundschule handelte.

Anlässlich unterschiedlichster Feste und Spendenaktionen, an denen sich vom ältesten bis zum jüngsten Pfadfinder, alle beteiligt haben und die ebenfalls von der Amicale und dem Vorstand der „Dippecher Dachsen“ unterstützt wurden, konnte im Laufe der letzten vier Jahre das nötige Kleingeld für die Verwirklichung dieses Projektes gesammelt werden.

Ziel des Projektes auf den Kapverdischen Inseln war es in Martiene, einem kleinen Bergdorf mit etwa 300 Einwohnern auf der Insel Santo Antão, eine Schule in Stand zu setzen. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf den Sanitäranlagen, der Küche, einer neuen Umzäunung des Schulgebäudes und der Ausbesserung der elektrischen Installationen.

Beim Kauf des Materials wurde besonders auf die Qualität und Beständigkeit der Produkte geachtet, außerdem sollte die lokale Wirtschaft unterstützt werden. So setzten sich die „Dippecher Dachsen“ mit der Luxemburger Vereinigung „Comité Spencer“ zusammen, um aufbauend auf deren Erfahrungen und Landeskenntnisse, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die gute Zusammenarbeit mit dem „Comité Spencer“ und die finanzielle Unterstützung desselben ermöglichte es den „Dippecher Dachsen“, das in Luxemburg gelagerte Material im Frühjahr nach Santo Antão zu schiffen.

Ferner konnten die Pfadfinder auf die tatkräftige Unterstützung von „Südstroum“ zählen, die überdies das gesamte elektrische Material bereitstellten.

Am 17. Juli traten 17 Mitglieder der „Dippecher Dachsen“ sowie 2 Mitglieder anderer FNEL-Pfadfindergruppen ihre zweiwöchige Reise nach Kap Verde an. Begleitet wurden sie von Nelson Neves, einem Mitglied des „Comité Spencer“ mit kapverdischen Wurzeln. Letzterer milderte in Martiene nicht nur Sprachbarrieren, sondern gewährte den Luxemburgern auch auf authentische Weise Einblick in die Kultur und das Sozialgefüge des Landes.

Nach einer zweitägigen Hinfahrt erreichten die Pfadfinder Martiene, ihren Projektort. Packesel transportierten das Gepäck in das Camp der Gruppe. Dort angekommen, erwartete die Luxemburger ein von den Einwohnern Martienes vorbereiteten Willkommensschmaus, bei dem erste Kontakte geknüpft werden konnten. Anschließend wurden die anstehenden Arbeiten mit dem lokalen Installateur besprochen und die Pfadfinder den unterschiedlichen Arbeitsstationen zugeteilt. Jedes Team vergewisserte sich, dass das nötige Material vorhanden war um anschließend einen Arbeitsplan für die kommenden Tage aufzustellen.

Während der Instandsetzung der Schule gab es keine größeren Probleme und die „Dachsen“ konnten auf die tatkräftige Unterstützung der Dorfeinwohner zählen. Gemeinsam wurde bis nach Sonnenuntergang geschuftet. Die gute Zusammenarbeit ermöglichte es sogar ursprünglich nicht eingeplante Malerarbeiten auszuführen. Somit konnte das gesamte Projekt innerhalb einer Woche zur Zufriedenheit aller Beteiligten fertiggestellt werden.

Auch jugendliche Bewohner Martienes, die weiter entfernt unterrichtet werden, nutzten die Gelegenheit um während den Ferien in ihr Heimatdorf zurückzukehren und bei der Sanierung der Schule die sie einst besuchten mitzuhelfen. Letztere erleichterten nicht zuletzt die Kommunikation zwischen den Dorfeinwohnern und deren Gästen, da einige von ihnen Französischkenntnisse besaßen. Durch die gemeinsam verbrachten Stunden auf und um die Baustelle konnten Freundschaften aufgebaut werden und der Abschied fiel allen schwer. Schnell wurden noch Facebook-Kontakte, Emailadressen und sogar Telefonnummern ausgetauscht, wobei man sich bei den Telefonnummern kurze Zeit später jedoch die Frage stellte, wie das luxemburgisch-kreolische Gespräch ganz ohne Körpersprache und Handzeichen gelingen sollte.

Den Rest ihres Aufenthalts verbrachten die „Dippecher Dachsen“ in Ribeira Grande, wo sie die verbleibende Zeit nutzten um die Insel zu erkunden. Des Weiteren unterstützten sie die „Association 14 Mais“, eine kapverdische Partnervereinigung des „Comité Spencer“, um Häusern von bedürftigen Familien einen neuen Anstrich zu verpassen.

Am 1. August sind die Pfadfinder schließlich gesund und munter in ihre Heimat zurückgekehrt und können es nun kaum erwarten Santo Antão in ein paar Jahren erneut zu bereisen um die dort neugewonnenen Freunde zu besuchen.

An dieser Stelle möchten die „Dippecher Dachsen“ vor allem all jenen danken, die durch den Kauf von Weihnachtskeksen, einer Grillwurscht oder „Äppelviz“ das Gelingen des Projektes überhaupterst ermöglichten. Auch die zahlreichen Gäste der „Dîner de Bienfaisance“ trugen maßgebend zur Finanzierung der Arbeit der „Dippecher Dachsen“ auf den Kapverdischen Inseln bei. Schließlich müssen der Einsatz und die Mühe der Dippacher Maison relais und Elternvereinigung besonders hervorgehoben werden, da sie den Pfadfindern eine großzügige Spende einbrachten.

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