Change Edition

Gemeinderat tagte zum ersten Mal in neuer Zusammensetzung

Zum ersten Mal tagte der Gemeinderat Schengen in ganz neuer Konstellation. Dies bedeutet, dass die gewählten Vertreter aus den Gemeinden Bürmeringen, Schengen und Wellenstein tagten, obwohl die Gemeinden erst am 1. Januar 2012 fusionieren werden.

Die Sitzung stand besonders im Zeichen der Schaffung von Rahmenbedingungen in der neuen Amtszeit. Nachdem die Räte vereidigt waren, befasste man sich mit den Kommissionen, die in der Gemeinde Schengen eine beratende Mission haben werden. Neben den vorgeschriebenen Gremien, beispielsweise Schulkommission und Ausländerkommission, entschied sich der Gemeinderat auch für Gremien für Bauten, Verkehr und öffentlichen Transport, Kultur, Umwelt und Energie, Drittes Alter und Soziales, Finanzen, Infrastrukturen sowie Jugend, Freizeit und Sport.

Schöffe Roger Weber empfahl die Gründung einer Kommission für Tourismus. Die Kommissionen werden jeweils neun Mitglieder haben, sagte Bürgermeister Ben Homan, aber er wollte nicht ausschließen, dass diese Zahl noch erhöht werde. Die Kompetenzen werden im voraus klar festgelegt. Nur Kandidaten, die sich richtig engagieren möchten, sollten sich auch für die Kommission bewerben.

Durch die Fusion wird in einigen Fällen die Zahl der Delegierten in den interkommunalen Syndikaten reduziert, erklärte Bürgermeister Homan, da es sich nicht mehr um drei Gemeinden, sondern um eine handelt. Schöffe Weber wird sich jedoch für mehr Einfluss aus der neuen Gemeinde in den Syndikaten starkmachen. Benannt für das Syndikat Siaer („Triangle vert“) werden Jérôme Britz und Roger Weber. Im Syndikat Sese werden François Hemmen, Georges Laux und Roger Weber vertreten sein. Fernande Muller wird Mitglied im Syndikat Sicec (Krematorium). Gilles Estgen vertritt die Gemeinde im Syndikat Sigi und Jean-Paul Muller macht dies im Abfallsyndikat Sigre. François Hemmen, Roger Weber und Ben Homan übernehmen die Aufgabe, das Syndikat „Am Haff“ abzuschließen.

Im Anschluss wurden die Entschädigungen für die Mitglieder des Gemeinderats festgelegt. Für Räte bedeutet dies 18 Euro bei einem Index von 100 Punkten pro Monat. Wegen des höheren Aufwands erhalten die Schöffen 120 Euro bei einem Index von 100 Punkten und der Bürgermeister bei den selben Bedingungen 150 Euro. Homan verglich die Ausgaben für alle Gemeinderatsmitglieder und kam zu dem Schluss, dass durch die Fusion in diesem Bereich rund 17 000 Euro pro Jahr eingespart werden.

Ehe Fränk Wiltzius als kommunaler Einnehmer bestimmt wurde, sprach Roger Weber das neue Wappen der fusionierten Gemeinde an. Es wird Elemente aus den drei Gemeinden Bürmeringen, Schengen und Wellenstein beinhalten. In einer nächsten Sitzung soll der Gemeinderat über diesen Entwurf entscheiden. Beim Umbau des Rathauses liege man zurzeit im Zeitplan, ergänzte Bürgermeister Ben Homan. In der ersten Sitzung hat der Sh)chöffenrat auf seine Schöffenratserklärung verzichtet, so Homan, der dafür um Verständnis bat. „Nach den Wahlen ist es so, als ob man sich in ein neues Auto setzt und wegfahren möchte“, sagte er. Anfangs müsse man sich daran gewöhnen. Nun bestehe der Motor aber noch aus drei Teilen. Da müsse die Bevölkerung etwas Geduld aufbringen. Mittels Gemeindebulletins werden die Bürger informiert. Das Layout spiele dabei zunächst eine weniger wichtige Rolle, hieß es. (jvd