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Volkstrauertag 2020 in kleinem Rahmen

Sandweiler: Aufgrund der aktuellen Entwicklung rund um die Corona-Pandemie wurde dieses Jahr die Gedenkveranstaltung auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Sandweiler nicht wie gewohnt begangen. Die Gesundheit der Teilnehmenden war das vorrangige Anliegen, trotzdem sollte dieser wichtige Tag des Erinnerns und Gedenkens der Opfer der beiden Weltkriege sowie der aktuellen Kriegshandlungen würdig begangen werden. Die Deutsche Botschaft in Luxemburg und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatten am Sonntag zusammen mit der katholischen und evangelischen Gemeinde in deutscher Sprache zu einer Kranzniederlegung mit einem festgelegten Personenkreis eingeladen. In Sandweiler ruhen insgesamt 10.913 deutsche Soldaten, die bei den schweren Kämpfen im Winter/Frühjahr 1944/45 in Luxemburg und den Grenzgebieten ums Leben kamen.

Nach einer Kurzpredigt und einem Gebet legte der neue deutsche Botschafter in Luxemburg Ullrich Wilhelm Klöckner den Kranz der deutschen Botschaft und des Landesverbandes Schleswig-Holstein des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Mahnmale nieder. Auch die Gemeinde Sandweiler hatte ein Blumengebinde gesandt. An der Trompete intonierte Edmond Faber die ergreifende Melodie „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Die Zeremonie am Volkstrauertag soll auch im kleinen Rahmen weltweit Aufruf zu Versöhnung, Verständigung und Frieden sein.