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Klatschmohn

Die getrockneten Blüten des Klatschmohns werden zur Herstellung von Tee verwendet und sorgen für einen bunten Farbklecks in Teemischungen.

Das Trocknen der Blütenblätter ist allerdings oft enttäuschend. Leider verwandelt sich das leuchtende Rot oft in unansehnliches Braun oder Grau, manchmal verlieren die Blüten auch jegliche Farbe. Die Heilwirkung bleibt aber trotzdem unverändert. Die Blütenblätter müssen an einem sonnigen Tag bald nach dem Aufblühen gesammelt und so rasch wie möglich im Schatten getrocknet werden. Man bewahrt sie am besten zwischen Papier auf.

Um die Farbe zu erhalten, kann aus den leuchtend roten, frischen Blütenbättern des Klatschmohns ein wunderbarer Sirup gekocht werden. Dieser kann Kindern bei Einschlafschwierigkeiten helfen. Am besten eine Stunde vor dem Zubettgehen etwa einen halben bis ganzen Teelöffel des Sirups geben.

Dieser Sirup hilft auch bei Heiserkeit und Husten.

Etliche Jahrtausende war Klatschmohn der ständige Begleiter beim Ackerbau. In den letzten Jahrzehnten wurde er immer mehr von den Feldern vertrieben und ist heute vor allem an Wegrändern und Schutthalden anzutreffen. Seine Blüte erfreut uns nur wenige Tage, bevor die Blütenblätter fallen. Klatschmohn galt früher als Kindermedizin. Speziell die Jüngsten, aber auch die Ältesten der Gesellschaft wurden mit der sanften Pflanze kuriert. Heute kann man ihn bei Schlafstörungen, Husten, Heiserkeit und Hautproblemen anwenden.