Change Edition

Die Natur setzt sich durch

Alte Mülldeponie wird neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen


Das Naturschutzsyndikat SICONA hat zusammen mit der Gemeinde Roeser eine ehemalige Deponie wieder in eine artenreiche Landschaft verwandelt. Vor der Inbetriebnahme hatten sich auf der Deponie für Hausmüll und Bauschutt bereits Grünland mit Obstbäumen und kleinen Feuchtgebieten sowie ein Stück Wald befunden. Seit dem Jahr 2011 versucht SICONA, diesen ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.


Vor Beginn der Arbeiten bestand die Deponie vor allem aus Erde, Steinen und Betonblöcken. Um möglichst natürliche Verhältnisse wiederherzustellen und die gröbsten Betonblöcke zu überdecken, wurde in den Jahren 2011-2013 zusätzlicher Boden aus anderen Naturschutzprojekten verteilt. Daneben gab es einen Abschnitt mit magerem Mineralboden, auf dem sich eine blütenreiche krautige Vegetation ausgebildet hatte. Um diese Fläche als extensiv genutztes Weideland zu erhalten, wurde dieser etwa 2,3 Hektar große Teilbereich 2015 eingezäunt. Hier hat SICONA in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt 140 Hochstammobstbäume gepflanzt.


Da das Projektgebiet mitten in einem international relevanten Waldkorridor liegt und eine wesentliche Rolle für die Wildkatzenpopulation spielt, soll sich auf ca. einem Hektar Fläche zudem Gebüsch und Wald ansiedeln. Zusätzlich wurden drei Tümpel mit einer Gesamtfläche von 5 Ar angelegt. Diese sollen helfen, im Sinne der Biotopvernetzung, die zwei umliegenden größeren Feuchtgebiete Oberes Alzettetal und Fenténger Laachen mit dem geplanten Naturschutzgebiet Lannebur bei Weiler-la-Tour zu verbinden.