Change Edition

Einweihung des aktuellen Standorts der „Maison Relais“

Am 13. März 2014 fand die Einweihung des neuen Standortes der Maison Relais im Remicher Vereinshaus in der „Montée de l’église“ statt. Eigentlich handelt es sich nur um eine provisorische Unterkunft, die den 42 Kindern aus dem Zyklus 4 zur Verfügung steht, bis der Neubau der eigentlich vorgesehenen „Maison Relais“ neben der Grundschule „Gewännchen“ abgeschlossen ist. Die Einweihungsfeier wurde auch genutzt, um den Eltern, dem Lehrpersonal und den Gemeindevertretern das Projekt „Indien“, an dem die Kinder während ein paar Wochen arbeiteten, vorzustellen.


Da Remich seit 2012 zu den Klimabündnisgemeinden zählt, konnten die Kinder aus den oberen Zyklen mit ihren Klassen die im Rahmen der Sensibilisierungsarbeit der „Action Solidarité Tiers Monde“ (astm) und des „Mouvement Ecologique“ organisierte Ausstellung “Klima, Kanu, Quetschekraut“ mit den thematischen Schwerpunkten Klima, Regenwald und Energiesparen besuchen. Auf dieser Grundlage und da die Gemeinde Remich Projekte der in Indien bestehenden Organisation „Chintan“ (Environmental research and action group) unterstützt, initiierten die Verantwortlichen der „Maison Relais“ auch ein Projekt „Indien“ für die Kinder in ihrer Betreuungsinstitution.


Wie Frau Holfeltz, eine Mitarbeiterin der „Maison Relais“ berichtete, bestand die erste Aktivität darin, ein Quiz über Indien, anhand von den aus Büchern der Schulbibliothek gefundenen Informationen zu lösen und sich mit den geographischen und topographischen Aspekten Indiens vertraut zu machen. Mit Hilfe von Overheadprojizierungen konnten die Kinder selbst eine große Landkarte aufzeichnen. Nach den ersten Recherchen über das Partnerland, fanden Informations- und Spielnachmittage in Zusammenarbeit mit der Organisation „Action Solidarité Tiers Monde“ statt: ein direkter Vergleich zwischen Luxemburg und Indien wurde aufgestellt, geschaut wie oft Luxemburg in Indien passe, Bilder thematisiert, die einzelnen Stufen der Entstehung einer Jeans und deren Reise bis in die luxemburgischen Geschäfte erforscht, sich mit kulturellen und schulischen Begebenheiten aus Indien sowie verschiedenen Stoffen wie Wolle, Seide, Jeans durch Tastspiele beschäftigt. Am Tag der Eröffnung der Betreuungseinrichtung im „Veräinshaus“, kam das mehrwöchige Projekt schließlich zu seinem Ende, indem ein Teil der Kinder mit einer gebürtigen Inderin traditionelle indische Gerichte zubereitete und die andere Gruppe Geldbörsen aus „Tetra Pak“ und indische Spiele wie eine Art Kegelbahn oder ein „Fang die Kugel“-Spiel aus Abfallprodukten bastelte.


Abends hielten der Bürgermeister Henri Kox, sowie der Dechant Marcel Pundel eine Einweihungsansprache, bevor die Gäste die selbstgemachten indischen Gerichte kosteten und sich die Plakate, eine Powerpointpräsentation zu den oben erwähnten Aktivitäten sowie die, von Frau Engel, Vertreterin von „Astm“, mitgebrachten indischen Gegenstände und Gemeinschaftsspiele anschauten, letztere sogar ausprobierten.