Change Edition

Nationaler Gedenktag der Opfer des zweiten Weltkrieges

7 Oktober: „Journée de la commémoration nationale“, nationaler Gedenktag des Widerstandes des Luxemburger Volkes gegen den deutschen Besatzer und den Opfern des Zweiten Weltkrieges.

Nach Wortgottesdienst und Umzug mit der Monnericher Blaskapelle, Niederlegung eines Blumengebildes am „monuments aux morts“ hielt Bürgermeister Jeannot Fürpass, vor dem von der Gemeinde gestifteten Umtrunk, eine bewegende aufrütelnde Rede.

Die direkt betroffene, nachhaltig geprägte Generation dieser schrecklichen Erlebnisse, wird Jahr für Jahr kleiner. Angst, Leid, Not und Tod, Verbrechen während der schreckliche Nazi-Besatzung, müssen in lebendiger Erinnerung gehalten werden, damit das alles sich nicht wiederholt.

Der nationalsozialistische Völkermord bekannt als „Holocaust“ hat 6 Millionen europäischen Juden das Leben gekostet. Ungefähr 60 Millionen Menschen sind im Krieg gefallen.

Kaum eine Familie in Luxemburg die nicht betroffen war. 5700 Luxemburger haben ihr Leben gelassen, das waren 2 % von der Gesamtpopulation.

85 Jahre später keimen wieder ähnliche Phänomene auf wie damals, als alles anfing.

Fremdenhass gegenüber Flüchtlingen, Ausgrenzung, Intoleranz, Egoismus werde langsam wieder gesellschaftsfähig und unsere Gesellschaft schaut zu.

Ja, es ist nicht so schlimm wie 1930. Aber wenn man einen Blick in andere europäische Länder wirft: Präsenz von Rechtspopulisten in nationalen Gremien, zum Beispiel in Italien, Österreich und nicht zuletzt AFD in Deutschland lassen tief blicken.

Freiheit, und Demokratie gibt es nicht zum Nulltarif. Dafür muss man hart arbeiten.

Wenn wir das Leid vorheriger Generationen nicht wieder erleben wollen, müssen wir in tiefen Respekt und Anerkennung ihrer gedenken und sie in lebendiger Erinnerung behalten.

In diesem Sinne: Zusammen für unser Land in einem friedlichen und freien Europa.


Dies ist ein Teil der Rede von Jeannot Fürpass, Bürgermeister von Monnerich.