Change Edition

DP-CSV oder DP-Déi Gréng?

„Die DP und Déi Gréng sind die Gewinner in Mersch“, kommentierte Bürgermeister und DP-Spitzenkandidat Albert Henkel, der mit 2 403 Stimmen ein sehr gutes persönliches Resultat erzielt hat, den Ausgang der Gemeindewahlen. Die DP konnte 36,97 Prozent der Stimmen auf sich vereinen (ein Plus von 4,5 Prozent), hat ein Mandat hinzugewonnen und wird mit fünf Sitzen im neuen Gemeinderat vertreten sein. „Wir sind extrem zufrieden über den gewonnenen Sitz und mein persönliches Resultat. Was uns auch freut: Claude Adam von Déi Gréng, mein Hauptkontrahent, war 2005 Zweitgewählter, und nun sind drei DP-Politiker vor ihm gewählt worden.“

Der bisherige Koalitionspartner der DP, die CSV, hingegen hat ein Mandat verloren und kommt auf drei Sitze. „Eigentlich hatten wir mit diesem Verlust gerechnet, weil wir mit einem komplett neuen Team angetreten sind“, erklärte Guy Pauly, Präsident der CSV Mersch. Ob es trotzdem bei der DP-CSV-Koalition der vergangenen sechs Jahre bleibt oder eine DP-Déi Gréng-Koalition, wie nach den Wahlen 1999, das Ruder in die Hand nehmen wird, dazu wollte Albert Henkel sich gestern Abend noch nicht äußern. „Wir werden mit beiden nun Sondierungsgespräche führen“.

Déi Gréng konnten mit 28,92 Prozent der Stimmen ein weiteres Mandat einfahren und werden anstatt drei, vier Sitze besetzen. „Die große Frage, die sich nun stellt, ist: Bringen wir es fertig, eine Mehrheit zu bilden? Nach meinem Verständnis müssten sich zuerst die beiden Gewinner dieser Wahlen, die DP und Déi Gréng, zusammensetzen. Die andere Möglichkeit ist natürlich die Fortsetzung der DP-CSV-Koalition, obwohl die CSV auf Kosten der DP verloren hat. Rein arithmetisch gesehen gibt es noch die dritte Möglichkeit einer Schwarz-Grünen-Koalition“, so Claude Adam.

Die LSAP hat einen Sitz einbüßen müssen, die Sozialisten werden somit nur mit Alex Kremer vertreten sein. „Wir haben in Mersch seit jeher ein Resultat um die 15 Prozent erzielt, da muss man nicht sehr viele Stimmen verlieren, dann ist der zweite Sitz verloren. Déi Gréng erleben einen Aufwind, ihr Gewinn ist unser Verlust.“