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Bopebistro-Tour Teil 9: Bei Marie-Rose wird nicht geraucht

Star-Allüren können den Kunden des Café Peiffer im Haus „A Léier“ in Mecher sicherlich nicht nachgesagt werden. Kamerascheu trifft als Beschreibung schon eher zu. Kamerascheu, … aber auch selbstbewusst. Auf die Bemerkung „All déi Leit, déi net op d'Foto wëllen, sollen dann emol kuerz bis op d'Säit goen“, folgt prompt die Antwort: „Heibanne si keng Leit, heibanne si just Lekt.“ … und alle gehen, ohne Ausnahme, zur Seite. – Somit wäre das geklärt.

Eigentlich könnte die Erzählung hier enden, doch das wäre Marie-Rose Peiffer und ihren ansonsten doch sehr jovialen Kunden Unrecht getan. Schnell bricht das Eis und eine geselligere Atmosphäre könnte sich auch der gestandene Bopebistro-Chronist kaum vorstellen. Binnen kurzer Zeit lernen sich wildfremde Menschen kennen, auf engstem Raum, im bisher wohl kleinsten Café aus der Bopebistro-Saga.

Rund 20 Seelen passen in den kompakten, aber liebevoll eingerichteten Raum. Wer zur Toilette will, muss austreten. Das ist wörtlich gemeint. Die sanitären Anlagen befinden sich außerhalb des Lokals, in ehemaligen Stallungen. Die Wirtsstube ihrerseits wird ganz klar von der Theke dominiert. Lediglich drei Gästetische reichen aus, um das Café Peiffer auszufüllen. „Dort sitzt fast nie jemand“, sagt die Chefin Marie-Rose, „hier spielt sich alles an der Theke ab“. Und sollten doch einmal mehr Gäste kommen, als die Räumlichkeiten hergeben, dann wird einfach die Trennwand zur Stube geöffnet.

Den ungekürzten Bericht finden Sie im Luxemburger Wort vom 12. Mai 2012.