Change Edition

Keine Sorge, dass der Salat welken wird

„Lëtzebuerger Maarteverband“ notiert in der Corona-Krise zufriedenstellenden Kundenzuspruch

Auch in Pandemie-Zeiten gilt er als wichtiges Aushängeschild der Stadt Luxemburg, als Käufermagnet: Der „Stater Maart“ findet zurzeit auf der Place Emile Hamilius statt und bietet zweimal die Woche ein vielfältiges Angebot an regionalen und saisonalen Frischprodukten.

In der diesjährigen Generalversammlung des „Lëtzebuerger Maarteverband“ am letzten Sonntag im Kulturzentrum in Bonneweg war die Stimmung trotz Maskenpflicht und Abstandsregelung allgemein positiv. Auch wenn die gesundheitspolitisch notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie anfangs etwas Kopfzerbrechen verursachten, haben sich Verkäufer wie Kunden zeitlich schnell daran gewöhnt, so dass der Geschäftsbetrieb kaum eingeschränkt wurde. Demnach dominierten die positiven Aspekte in den zwar etwas reduzierten Aktivitätsberichten. Hervorgehoben wurde, dass der Wechsel vom Knuedler näher an die Tram zum Hamilius gut angenommen wurde.

In seiner Begrüßungsansprache betonte der neue Präsident des „Lëtzebuerger Maarteverband“ Jeff Burg im Namen der 36 im Verband organisierten Standbetreiber seinen Dank an die treuen Kunden sowie seine Anerkennung für die konstruktive Zusammenarbeit mit den kommunalen Diensten, was ihrerseits von den Gemeindeverantwortlichen bestätigt wurde. Der für das Marktwesen zuständige Stadtschöffe Patrick Goldschmidt bezeichnete die Frischmärkte als wichtige Versorgemöglichkeit, die durch Superqualität überzeuge und trotz Covid einen regen Zuspruch kenne. Bei dem zurzeit recht zufriedenstellenden Konzept sah sich der Schöffe jedoch verpflichtet, eine eher weniger erfreuliche weitere Baustelle zur Renovierung des ehemaligen Postgebäudes anzukündigen, was wiederum monatelanger Baustellenbetrieb bedeute und eine teilweise Neuorganisation der Markteinteilung im September bedinge.

Optimierungspotential wurde gesehen bei mangelnden Sitzgelegenheiten, öffentlichen Toilettenanlagen sowie Kundenstaus bei Verkaufsständen mit zu knappem Bedienungspersonal. Im kommenden Herbst wird man im Rahmen der grenzüberschreitenden Kooperation QuattroPole einige Stände mit lokal spezifischen Produkten in den Markt einbauen. Dabei kam die Frage aus dem Saal, ob man nicht Luxemburger Winzer mit Crémant- und Weinverkauf integrieren könne. Schöffe Patrick Goldschmidt will diese Frage im hauptstädtischen Schöffenrat erörtern. Der Marktverband seinerseits ist an einer Erweiterung der Angebote und an einem Wachstumskurs interessiert, wird aber während der Covid-Zeit auf die traditionellen oder zusätzlichen Werbeaktivitäten verzichten.

Mit Nachdruck wurde darauf hingewiesen, dass viele Besucher und Marktleute die exponentiell steigende Anzahl Bettelnder als aufdringlich und bedrängend empfinden. Dabei wurde von möglichem bandenmässigem Betteln gesprochen.

Der Vorstand besteht aus Ehrenpräsident Niki Kirsch, Präsident Jeff Burg, Vize-Präsident Peimann Parvaneh, Kassiererin Edmée Gouden, Sekretärin Sylvie Clees sowie den Mitgliedern Romain de Vrij und Manuel Hubert (neu). Mit Blick auf die Zukunft lud Jeff Burg zu einer verstärkten Mitgliederwerbung durch persönlichen Kontakt ein um weiterhin als starke gemeinsame Interessenvertretung auftreten zu können.