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Hëllef fir Ukrainesch Kanner“ verteilte wieder Spenden in der Ukraine

Die Not in vielen Familien in der Ukraine ist nach wie vor groß. Spenden können diesen Zustand ein wenig ändern. Davon konnten sich Vertreter der Vereinigung „H.U.K. – Hëllef fir Ukrainesch Kanner a.s.b.l.“ mit Sitz in Leudelingen vor Ort überzeugen.

Sie hatten vor einigen Wochen wieder zwei Lastwagen mit je zehn Tonnen Sachspenden in die Ukraine geschickt. Das ukrainische Kinderhilfswerk „Hilfe den Kindern in der Ukraine“ unter ihrem Präsidenten Wladimir Storoshuk in Chotow, einem Vorort von Kiew, mit dem die H.U.K. eng zusammenarbeitet, ist für die Verteilung verantwortlich. Nach jedem Transport fährt eine Abordnung der H.U.K. in die Ukraine, um bei der Verteilung zu helfen. Dabei lernen sie die Verhältnisse kennen, in denen die Empfänger der Spenden leben müssen und informieren sich über deren speziellen Wünsche, um weiterhin gezielt helfen zu können. Die Abordnung bestand aus dem Vizepräsidenten Jean Lehners, dem Vorstandsmitglied Jeannot Majerus und dem langjährigen Helfer Alain Geiben. Aus ihrem Bericht sollen hier einige Ereignisse erwähnt werden.

Ein Lastkraftwagen war in Wassilkiv bei der Frauenvereinigung „Maiglöckchen“ entladen worden. Diese Vereinigung betreut rund 900 kinderreiche und sozial schwache Familien. Ihre Präsidentin Olga Synyzina brachte die Luxemburger und Präsident Wladimir Storoshuk u. a. zur alleinerziehenden Olena Salmonowa mit ihren 13 Kindern in Barachty. Salmonowa hatte vor einem Jahr den Titel „Heldin der Ukraine“ verliehen bekommen. Die Auszeichnung ist mit 5 000 Griwna (rund 500 Euro) dotiert. Das Geld hat sie allerdings vom Staat noch nicht erhalten. Die nächste Station waren die Schule und der Kindergarten des Ortes. Hier waren die Kinder gerade damit beschäftigt, das herabgefallene Laub der Bäume auf dem großen Schulhof zusammenzukehren.

Die Fahrt ging am nächsten Tag weiter nach Shitomir. Hier befindet sich auch eine Nebenstelle des ukrainischen Kinderhilfswerks mit ihrem Direktor Igor Rudkiwski. Rudkiwski hatte bereits Kisten, Tüten und größere Spielsachen vorbereitet, die im Minibus verladen wurden. Erste Station war eine Schule für taubstumme Kinder. Auf dem Programm standen außerdem drei Familien: Sofia Sarachiuskaya, sieben Kinder im Alter zwischen drei und 18 Jahren. Alle leben zusammen in einer Mietwohnung auf engstem Raum. Der Vater hat nur zwei oder drei Tage Arbeit in der Woche. Familie Anna Wodomyr hat acht Kinder. Das neunte ist unterwegs. Der Esstisch der Familie ist so klein, dass nicht alle gemeinsam essen können. Die Luxemburger gaben Igor Geld, um einen größeren Tisch zu kaufen. Die Familie Alina Nestierchuk hat sieben eigene und ein behindertes Adoptivkind. Der Vater hat die Familie nach dem sechsten Kind verlassen. Das ist nur ein kleiner Auszug von der Arbeit der HUK-Mitglieder während ihres Aufenthaltes in der Ukraine.

Eine Überraschung erlebten die HUK-Mitglieder in der Ortschaft Hryzyw: An einer Wand des dortigen Behindertenheims war ein Bronzeschild mit folgendem Text in deutscher und ukrainischer Sprache angebracht: „Dieses Heim wurde dank der Förderung der luxemburgischen gemeinnützigen Vereinigung ,H.U.K. – Hëllef fir Ukrainesch Kanner‘ und von Wolodymyr Storoshuk ,Hilfe den Kindern der Ukraine‘ eingeweiht. Juli 2010.“

Zu erwähnen bliebe noch, dass der Empfang der Gäste aus Luxemburg wieder überaus herzlich und von gewohnter Gastfreundschaft geprägt war. Der Vorstand der H.U.K. wird jetzt prüfen, welche Wünsche außer den normalen Sachspenden erfüllt werden können. Wer die Vereinigung unterstützen möchte, kann dies tun durch eine Spende auf eines der folgenden Bankkonten: CCRALULL LU28 0090 0000 2332 4700, CCPLLULL LU75 1111 1587 4048 0000.(HGS)