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Joséphine Entringer-Wagener aus dem SERVIOR-Haus in Howald feierte 100 Lenze

Eine nicht alltägliche Feier fand kürzlich im SERVIOR-Haus in Howald statt, wo Joséphine Entringer-Wagener ihr 100. Wiegenfest feiern durfte. Neben zahlreichen Familienangehörigen waren auch Familienministerin Corinne Cahen und Bürgermeister Marc Lies unter den Gratulanten.

Direktionsbeauftragter Xavier Thiéry begrüßte die Ehrengäste sowie das rüstige Geburtstagskind, das bereits im Alter von zwei Monaten nach Hesperingen kam und somit seit 100 Jahren in der gleichen Gemeinde wohnt. In der elterlichen Gärtnerei im Schatten des heutigen Gemeindehauses hat "Finny" stets mitgearbeitet. In der Freizeit schwang die am 7. September 1919 geborene Joséphine Entringer-Wagener gerne das Tanzbein. Auf einem Ball lernte sie ihren späteren Mann Norbert Entringer kennen. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Seit nunmehr 16 Jahren wohnt Joséphine Entringer-Wagener im Cipa "Beim Klouschter" und ist damit eine Bewohnerin der ersten Stunde des 2002 eröffneten SERVIOR-Hauses. Den Standort kennt sie sehr gut, besuchte sie doch bereits in jungen Jahren die Sonntagsmesse im ehemaligen Herz-Jesu-Kloster auf Howald. "Wann een elo wëll d'Rezept gewuer ginn fir 100 Joer ze kréien, dann ass dat well d'Madamm Entringer ni de Führerschäin hat – also alles ze Fouss gemaach huet -, net vill Fleesch giess huet an ni vill Alkohol gedronk huet", so Xavier Thiéry in seiner Laudatio auf die vierfache Großmutter und fünffache Urgroßmutter.

Familienministerin Corinne Cahen überbrachte nicht nur die Glückwünsche des Großherzogs und der Regierung, sondern erinnerte sich auch an persönliche Begegnungen mit der rüstigen Seniorin. In ihrer Ansprache unterstrich die Politikerin die positive Ausstrahlung, die von 100-jährigen Mitbürgern ausginge. Von Menschen wie Joséphine Entringer-Wagener könne man lernen, nicht nur bei negativen Erfahrungen stehen zu bleiben, sondern stets positiv nach vorne zu schauen. Als Ikone von "the bright side of life" bezeichnete die Familienministerin die Jubilarin und fragte abschließend "Hutt Dir Schokela gär?" – eine Frage, die Frau Entringer spontan mit "Ja" beantwortete.

Im Namen der Gemeinde Hesperingen überbrachte Bürgermeister Marc Lies die Glückwünsche an das Geburtstagskind. Als "e Stack Hesper Meedchen" bezeichnete Marc Lies Frau Entringer-Wagener und zeigte sich erfreut darüber, dass ein Großteil der Familie bis heute in der Gemeinde Hesperingen lebt. Die Jubilarin sei ein wichtiger Zeitzeuge des Wandels der Gemeinde, so der Bürgermeister. Im Namen der Generaldirektion von SERVIOR überreichte Marie-Paule Hemmen der Seniorin eine Serigraphie des luxemburgischen Malers Jean-Marie Biwer. Marie-Paule Hemmen würdigte die fast tägliche Präsenz der Familienangehörigen von Joséphine Entringer-Wagener im SERVIOR-Haus "Beim Klouschter". "Loosst Iech verwinnen, Dir hutt et verdéngt", so lautet die Kernaussage der Vorsitzenden der Amicale, Monique Mille, die zusammen mit Ruth Plégnière musikalische Geburtstagsgrüße überbrachte. Sichtlich gerührt ergriff die Jubilarin das Mikrofon und bedankte sich bei allen für die Glückwünsche und die Feierstunde, die im Festsaal des Cipa organisiert wurde.

Nach dem offiziellen Teil versammelten sich Ehrengäste und Verwandte rund um Joséphine Entringer-Wagener und stießen bei Crémant und Geburtstagskuchen auf die Gesundheit der Jubilarin an. www.servior.lu