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D´FAUTELFIELS AN DER GEMENG LUERENZWEILER


D´Fautelfiels


D´Fautelfiels ass eng Kapell an engem Fiels vun ongeféier 4m op 9m gréisst. Si leit verstoppt am Bësch op der heescht vun Hielem.


Bei d´Fautelfiels feieren verschidde Spadséierweeër vu Luerenzweiler,Hielem, Boufer, Blaaschent an Aasselscheier aus.


Vum Plateau op der Fautelfiels aus huet een e schéine Bléck an den Uelzechtdall erof op Hënsdref an d´Autobunn´sbréck an der Kléck.


2014 gouf d´Kapell vun der KMA Luerenzweiler renovéiert.


D´Kënschtlerin Katarzyna KOT- BACH huet dräi Skulpturen fir Kapell realiséiert.


Bei der Geleeënheet huet d´Archivekommissioun vun der Gemeng Luerenzweiler eng ganz schéin Broschür iwwer d´Fautelfiels eraus ginn.


Weider Informatiounen iwwer déi Kapell fënnt een op der Säit vun der Gemeng Luerenzweiler :

https://www.lorentzweiler.lu/fr/vie-politique/données-historiques

oder:

https://www.lorentzweiler.lu/fr/Documents/Brochures/Fautelfiels.pdf

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Der Fautenfels (1854)


Auf steiler Kuppe, waldumgeben,

Am Merschertal im Felsen Faut

Ist hoch, wo Wolk und Habicht schweben,

Ein stilles Kirchlein da erbaut.


Drin steht ein Bild, dem Jesuskinde

Und seiner Mutter fromm geweiht;

Und Waldgesang und Höhenwinde,

Die orgeln hier zur Festlichkeit.


Es grüßt die Hehren in dem Hause

Der erste gold’ne Morgenstrahl.

Und Nebel steigen zu der Klause,

Wie Weihrauchwolken, aus dem Tal.


Und in dem weißen Nebel steiget

Wohl manches fromme Ave mit,

Und wenn die Sonn’ sich drüber zeiget,

Dann wird Gebet zu inn’gem Lied.


Wenn nun des Tages Kummer drücket,

Dem Armen sinkt der Lebensmut:

Mit gläub’gem Sinn zur Kupp’ er blicket,

Da wird ihm leicht, da wird ihm gut!


Im Tale liegt halb Abendschatten,

Die Höhe glänzet dann noch hell;

Und Düfte hauchen von den Matten

Beim Ave-Läuten zur Kapell’.


Der Mond scheint nächtlich drein so helle,

Die Sterne flimmern d’rüber mild;

Und Englein schweben zur Kapelle:

Mit Blumen schmücken sie das Kind.


Sie dienen hier und singen Lieder

Dem Jesus-Kind die ganze Nacht;

Die tönen Dem gar tröstlich nieder,

Der betend in dem Tale wacht.


Und wenn ein gutes frommes Mädchen

Ganz früh der Jungfrau Blümlein trägt,

So siehet es, auf stillem Pfädchen,

Der Englein Fußtritt eingeprägt.


Es findet köstliche Geschenke

Von ihnen auf den Weg gestreut:

Daß oft es an die Mutter denke,

Wie es am Kindlein stets sich freut.


Die höchste aller Himmelsgaben

Steckt ihr dann einer, unbewußt,

Das Schönste, was die Englein haben

Das Blümchen Unschuld an die Brust.


Michel RODANGE (* 3. Januar 1827,† 27. August 1876)

aus der Broschür D´Fautelfiels

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Fotoen vun an an ronderëm d´Fautelfiels : STEYER - FONCK ALICE

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