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Das ACL‐Rescue Sheet rettet Leben - Die Gemeinde WAHL macht mit

JEDE SEKUNDE ZÄHLT!

Bei schweren Verkehrsunfällen haben Rettungskräfte meist nur wenig Zeit, um verletzte Personen aus dem Fahrzeug zu befreien. Deswegen brauchen sie möglichst schnell Informationen über das verunglückte Auto: Wo liegt die Batterie? Wo befinden sich die Airbags? Wo kann ein Fahrzeug gefahrlos und schnell aufgeschnitten werden? Denn die immer sicherer gewordenen Fahrzeugkonstruktionen haben eine Kehrseite: Sie erschweren die Arbeit der Rettungskräfte. Hochfeste Stähle und Karosserieversteifungen lassen z.B. selbst stärkste Rettungsscheren an ihre Grenzen stoßen. Eine Studie der ADAC Unfallforschung zeigt: Je neuer das Fahrzeug, desto mehr kann sich die Rettung verzögern. Doch im Notfall zählt jede Sekunde. Eine Rettungskarte kann die Zeit der Bergung entscheidend verkürzen. Das macht bei Schwerverletzten möglicherweise den Unterschied zwischen Leben und Tod aus. Das Rescue Sheet (Rettungskarte) ist ein DIN A4 Blatt, welches alle relevanten Daten für jeden Fahrzeugtyp aufzeigt damit Feuerwehren und andere Hilfskräfte genau wissen, wie sie an der Unfallstelle vorgehen müssen, um Verletzte gefahrlos zu bergen. Tests haben gezeigt dass mit einer vorhandenen Rettungskarte die durchschnittliche Rettungszeit auf ein Drittel verkürzt werden kann.

HELFER BRAUCHEN SCHNELL INFORMATION

Für Verletzte zählt jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst schnell ins Krankenhaus zu kommen. An welcher Stelle der Karosserie hydraulische Rettungsscheren oder Spreizer anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften aber nicht immer bekannt. Oftmals können sie nicht einmal Typ und Baujahr des deformierten Fahrzeugs in der Kürze der Zeit zweifelsfrei bestimmen. Eine Erhebung in Deutschland ergab: 64 Prozent der verunglückten Pkw-Modelle werden von Rettern gar nicht oder falsch identifiziert.


RETTUNG WIRD IMMER SCHWIERIGER

Untersuchungen des ADAC belegen: Je neuer das Fahrzeug, desto länger dauert die Personenrettung. Bei Unfällen mit Autos der Baujahre 1990 bis 1992 lag die Rettungszeit in 40 Prozent der Fälle unter 50 Minuten. Bei Pkw der Baujahre 2005 bis 2007 konnten nur noch 20 Prozent der Einsätze in weniger als 50 Minuten abgeschlossen werden. Damit gerät die « Goldene Stunde » immer mehr in Gefahr, die für eine erfolgversprechende Rettung von Unfallopfern maximal zur Verfügung steht: 20 Minuten für Alarmierung und Anfahrt, 20 Minuten Rettung vor Ort und 20 Minuten medizinische Erstversorgung und Abtransport. Innerhalb dieser Stunde stehen die Chancen besonders gut, das Leben eines Schwerverletzten zu retten.


UNSERE LÖSUNG:

DAS ACL-RESCUE SHEET

Ab sofort soll das Rescue Sheet (Rettungskarte) die Rettungszeiten verkürzen. Mit einem flächendeckenden Einsatz der Karte ließen sich schätzungsweise pro Jahr in Europa bis zu 2500 Unfalltote verhindern. Das Dokument enthält alle bergungsrelevanten Informationen zum Fahrzeug und findet hinter der Fahrersonnenblende Platz, wo es für Einsatzkräfte problemlos und schnell greifbar ist


So kommt das RESCUE SHEET in ihr Fahrzeug

1. Füllen Sie das Formular (im Anhang) (RescueSheet.pdf) aus und senden Sie es an die Feuerwehr Grevels.

2. Die Feuerwehr Grevels organisiert das Rescue Sheet sowie den Aufkleber Rescue Sheet on board und wird sie zwecks Übergabe kontaktieren.

3. Klemmen Sie das Rescue Sheet mit einem Gummiband hinter die Fahrersonnenblende.

4. Kleben Sie den Aufkleber oben oder unten links auf die Windschutzscheibe ( an der Fahrerseite). Achten Sie darauf dass er das Blickfeld des Fahrers nicht stört!