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Nach angeblichem Geländerutsch unterhalb des neuen LTA-Standorts bei Gilsdorf

Nachdem Presseberichte um einen angeblichen Geländerutsch am Hang unterhalb des zukünftigen Standorts des „Lycée technique agricole“ (LTA) bei Gilsdorf vor kurzem innerhalb mancher Zirkel für Beunruhigung gesorgt hatten, gibt Infrastrukturminister Claude Wiseler nun in seiner Antwort auf eine entsprechende parlamentarische Anfrage des Nordabgeordneten Fernand Etgen Entwarnung: Das ausgewählte Plateau „um Kréiwénkel“ sei guten Gewissens bebaubar, wie auch geotechnische Studien vor Ort erwiesen hätten.

Zunächst einmal sei aber festzuhalten, dass sich die angesprochenen Bodenverschiebungen auf abgeholzten Privatgrundstücken ereignet hätten, die mehrere hundert Meter vom geplanten LTA-Gelände entfernt seien. Generell könnte ein solcher Erd- oder Schlammrutsch an allen Steilhängen vorkommen, insbesondere in niederschlagsreichen Perioden, wobei gerade auch Rodungen die Stabilität eines Hanges beeinträchtigen könnten, so Wiseler.


„Bauwerke sind der Geologie vor Ort angepasst“

Was den Ansiedlungsort der neuen Ackerbauschule angehe, so sei die Bodenbeschaffenheit des Plateaus wie des abwärts liegenden Hangs seit 2008 eingehend in Untersuchungen unter geologischen, geotechnischen und hydrogeologischen Gesichtspunkten analysiert worden. Des Weiteren habe man auch gezielte Studien zu den geplanten Bauwerken sowie zu den nötigen Auffang- und Ableitungsstrukuren für das Oberflächenwasser auf dem Plateau durchgeführt.

Sämtliche Bauten, und insbesondere deren Fundamente, trügen denn auch dem geologischen Kontext des Standorts Rechnung, so Claude Wiseler. Da die Schulgebäude sich mehr als 65 Meter oberhalb des Hangs überhalb der Diekircher Schul- und Sportstätten befinden werden, hätten diese aber ohnehin keine direkte Einwirkung auf die Stabilität des Abhangs. Letzten Endes sei demnach festzuhalten, dass das Gilsdorfer LTA-Gelände guten Gewissens bebaubar sei, so Claude Wiseler.

Der Standort für die neue Ackerbauschule ist derzeit vor allem innerhalb des Diekircher Gemeinderats umstritten. Während sich die dortige LSAP-Mehrheit weiter gegen die Baulage sträubt, hatte die CSV-Fraktion zuletzt beim Bezirkskongress ihrer Partei eine Motion zur nachdrücklichen Unterstützung der Pläne eingebracht, die auch mit großer Mehrheit angenommen wurde.