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GENERALVERSAMMLUNG DES INTERESSENVEREINS GASPERICH ASBL WO BLEIBT DIE BÜRGERBETEILIGUNG ?


Am 11. Februar 2014 fand die diesjährige Generalversammlung des Interessenvereins Gasperich im Home St Joseph statt. Als Vertreter des Stadtrates konnten Armand Drews und Tom Krieps (LSAP) sowie François Benoy (Déi Gréng) begrüßt werden. Neben Vertretern der Gaspericher Vereine und des Syndikates Cessingen konnte Präsident François Dahm den Vertreter des Proximitätskommissariats Gasperich, sowie eine große Anzahl von Mitgliedern willkommen heißen.

Der gut gefüllte Tätigkeitsbericht von Sekretärin Jacquie Lakaff wies auch dieses Jahr auf ein reichhaltiges Programm hin. Die Schriftführerin bedankte sich im Namen des Interessenvereines bei den Beamten der Gemeinde Luxemburg, mit denen eine gute Zusammenarbeit bestehe. Der Interessenverein bemängelte aber die von den politischen Trägern so viel gepriesene Bürgerbeteiligung, die eigentlich nur ein Lippenbekenntnis sei. Der Anfrage des Interessenvereins im Oktober 2013 auf einen Termin beim Schöffenkollegium sei bis heute noch nicht Rechnung getragen worden.

Auf seine Anfrage bei der Gemeinde im Jahr 2012, die Place Sauerwiss zu verschönern, wurde dem IVG mitgeteilt, dass die zuständigen Dienststellen einen Plan zusammen mit den Bürgern ausarbeiten würden. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde der IVG noch nicht in dieses Vorhaben miteingebunden. Ein weiterer Beweis der nicht bestehenden Bürgerbeteilung liefert der Spielplatz für Kleinkinder im „Englesche Gaart“, der ebenfalls viel besucht war von den Kindern aus den Tagesstätten des Viertels und der in einer Nacht- und Nebelaktion abgeschafft wurde. Ein Spielplatz für größere Kinder würde errichtet werden und an Stelle des Spielplatzes für Kleinkinder würde ein Hundepark eingerichtet werden. Der IVG stellt sich voll hinter die Einwohner und spricht sich in aller Deutlichkeit gegen solche Hundeklos im Viertel aus, dies um Krankheiten und Beißereien vorzubeugen.

Im Laufe des Jahres beschäftigte sich der IVG auch mit der Bebauung im Ban de Gasperich, wo für den Teil des Einkaufszentrums erst im Dezember 2013 eine Verlängerung des „accord de principe“ erteilt wurde und wo trotzdem schon im Mai 2013 über Monate hinweg Erdarbeiten verrichtet wurden, welche eigentlich nur mit Baugenehmigung verrichtet werden dürfen. Eine Baugenehmigung liegt aber immer noch nicht vor.

Eine Reklamation reichte der IVG hinsichtlich der Umklassierung der Bauflächen an der Rue d’Alsace ein, wo die Fixerstube errichtet werden soll. Obwohl die „Commission d’aménagement“ des Innenministeriums in diesem Dossier empfohlen hatte, die genaue Bezeichnung dieser Struktur im PAG zu erläutern, um keine juristischen Ungewissheiten aufkommen zu lassen, setzte sich die Gemeinde darüber hinweg, und die Umänderung des PAG wurde so von Innenminister Halsdorf genehmigt.

Die Konsequenzen des neuen Buskonzeptes für das Viertel im Rahmen des Projektes „Centre Hamilius“ wurden besprochen. Größere Straßeninfrastrukturarbeiten kommen auf das Viertel zu: 15 Monate lang sollen Ober- und Unterarbeiten in der Rue Clemenceau, Rue Briand, Rue Mozart sowie in der Rue Gluck ausgeführt werden.

Der IVG bedauert, dass in Sachen Sicherheit an den Fußgängerübergängen im ganzen Viertel sowie auf der Cloche d’Or noch immer nichts unternommen wurde. Auch der Forderung, in der Rue de Gasperich, in der die Primärschule sich befindet, die 30er-Zone einzuführen, wurde bedauerlicherweise keine Folge geleistet.

Der IVG organisierte erneut die „Journée de la Commémoration Nationale“. Bleibt noch zu sagen, dass der IVG den jährlichen Veranstaltungskalender zusammenstellt und im Viertel an die Haushalte verteilt. Die Aufführung „A gespuert muss ginn !“ am 8. November 2013 der Schanzer Cabarotiker fand regen Andrang. Ebenso die Aufführung „Wiesselhoer“, das neue Programm der „Makadammen“, das am 18. Januar präsentiert wurde, war ein voller Erfolg.

Der Interessenverein ist auf der Internetplattform mywort.lu eingeschrieben und verfügt über seine eigene Internetseite, wo die Einwohner über die Aktivitäten im Viertel sowie über die verschiedenen Dossiers regelmäßig informiert werden.

Aus dem Kassenbericht von Kassierer Léon Ury geht hervor, dass die Kasse sich in einem konfortabelen Plusbereich befindet.

Präsident François Dahm bedankte sich bei den Mitgliedern des IVG für die geleisteten Arbeiten im Verwaltungsrat und machte darauf aufmerksam, dass alle ehrenamtlich arbeiten.

Nachdem die verschiedenen Berichte von der Generalversammlung verabschiedet worden waren, fand eine freie Aussprache statt. Hauptthemen waren die vielen Einbrüche sowie der Verkehr im Viertel.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: François Dahm, Vize-Präsident: Nico Wennmacher, Sekretärin: Jacquie Lakaff, Kassierer: Léon Ury, Mitglieder: Pierre Block, Kassenrevisoren: Nico Folscheid, J.-A. Monti und Roby Martin

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