Change Edition

Eine neue Herausforderung

Giver und Co. möchten zum richtigen Zeitpunkt in Bestform sein


Das zweimalige Erreichen des Halbfinales in der vergangenen Saison wäre bei den meisten Vereinen wohl bejubelt worden. Nicht so beim Rekordmeister und -pokalsieger Etzella. In Ettelbrück hinterließ es nämlich eher einen Beigeschmack des Unerfüllten. Johnny Griffin wurde dann auch durch Erfolgstrainer Doug Marty ersetzt. Er soll die lediglich durch Jugendspieler ergänzte Stammbesetzung zu neuen Titeln führen.

Man spürt es im gesamten Umfeld. Bei Etzella herrscht erneut Aufbruchstimmung. Eine Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern soll es diesmal richten. Nach einer langen Verletzungspause hat sich Cédric Schroeder erneut an die Startformation herangekämpft. Für ihn ist das Wichtigste, gesund zu bleiben und erneut zu den Siegern zu gehören: „Wenn man mit sieben Titeln (dreimal Meister, viermal Pokal) so verwöhnt war wie ich, dann brennt man förmlich auf einen neuen Erfolg. Ich habe volles Vertrauen zu unserem neuen Trainer Marty, der die fachliche Voraussetzung besitzt, dass wir zum richtigen Zeitpunkt in Bestform sind.“ Zudem soll er Jugendspieler an die Stammbesetzung heranführen. Gleichzeitig können dadurch die Leistungsträger für die entscheidenden Begegnungen geschont werden.

Hoffnungsträger Marty

In der Tat dreht sich bei Etzella derzeit alles um Marty. Auf dem langen Weg nach ganz oben erwartet die Spieler intensive und harte Trainingsarbeit. Marty hält viel von seiner neuen Mannschaft: „Ich kenne die meisten Spieler bereits seit langem. Alle ziehen prächtig im Training mit. Wir haben viel Spaß miteinander. Im Zusammenspiel machen wir große Fortschritte. Bei mir haben sämtliche Spieler aus dem Kader eine Chance. Allein die Leistung zählt. Es liegt ausschließlich an den Spielern, ob sie den Sprung in die Startformation schaffen oder nicht. Es ist eine große Herausforderung für jeden einzelnen Akteur, in einer so renommierten Mannschaft zu spielen. Gleichzeitig ist es auch für mich eine neue Aufgabenstellung. Wir arbeiten zweifellos in die richtige Richtung. Ob es zum Saisonauftakt schon zu Siegen reicht, muss abgewartet werden. Doch sämtliche Teams befinden sich in einer ähnlichen Lage. Unser Ziel ist es, guten und erfolgreichen Basketball zu spielen. Zum richtigen Zeitpunkt werden wir bereit sein. Ob dies dann reichen wird, hängt ebenfalls von den Gegnern ab. Ich verspreche jedoch, dass wir unser Bestes geben werden.“

Dennoch will niemand Marty unter Erfolgszwang stellen. Vor allem gilt es, die Fehler der Vergangenheit abzustellen und die bekannten Stärken – wie die Tempoangriffe – voll auszuspielen. Unter dem neuen Trainer werden mit Sicherheit mehr Spieler Verantwortung übernehmen. Auch dürfen sich mehr Akteure Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Vor allem darf nicht ausschließlich auf Distanzwürfe gesetzt werden. Systemvolles Kombinationsspiel soll den Angriff kennzeichnen. In Bedrängnis oder bei Rückstand wurde es zu oft mit der Brechstange versucht. Dies entspricht keineswegs der Spielauffassung des neuen Trainers, der mit Unterbrechungen seit 1993 in Luxemburg arbeitet. Man darf demnach auf die Zukunft gespannt sein und auf eine schnelle und attraktive Spielweise hoffen.(fs)