Change Edition

Prinz Guillaume zu Gast im Escher „Lycée des garçons“

Vor 50 Jahren wurde in England „The Duke of Edindburgh’s Award“ ins Leben gerufen mit der Zielsetzung, ein Programm auszuarbeiten, um die Entfaltung der jungen Menschen, die dazu berufen sind, Verantwortung zu übernehmen, zu fördern.

Bis heute haben sich sieben Millionen Jugendliche um diesen „Award“ verdient gemacht. In Luxemburg wurde die Stiftung „Mérite jeunesse“ 1993 gegründet und hat seither
4 000 junge Menschen zum Mitmachen bewegt.

10. Oktober war es nun an den 131 Schülern der 4e-Klassen aus dem Escher „Lycée de garçons“, sich von Prinz Guillaume in seiner Eigenschaft als Präsident des Verwaltungsrates in das Programm des „Mérite jeunesse“ einführen zu lassen.

Der Ehrengast wurde von Direktor Lucien Thill empfangen und in den Festsaal geleitet. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache war es an Verwaltungsratsmitglied Marc Crochet, die Wichtigkeit des freiwilligen Einsatzes für Jugendliche zu betonen.

Das Programm des „Mérite jeunesse“ stelle eine Methode dar, sich bewusst kennen zu lernen und Erfahrungen zu sammeln, welche helfen werden, was man gerne sein möchte, so der Direktor des Luxemburgischen Roten Kreuzes für die Bereiche Soziales und Jugend. Anschließend trat Prinz Guillaume ans Rednerpult und stellte das Programm vor, das in vier verschiedenen Bereichen absolviert werden muss.

Unter Dienste am Mitmenschen ist Benevolat angesagt, sei es bei Dorffesten, in einem Tierasyl, in sozialen Vereinigungen, in einem Jugendparlament oder in Organisationen wie dem Roten Kreuz, der Feuerwehr oder Jugendbewegungen. Talente und Kompetenzen können im Informatik- und Kulturbereich, durch Kenntnisse in Fremdsprachen oder betreffend die Natur unter Beweis gestellt werden. Der eher abenteuerliche Bereich umfasst Expeditionen zu Fuß oder mit dem Fahrrad und Erfahrungen im Überleben, wie sie vom SNJ angeboten werden.

Regelmäßige Sportaktivitäten, individuell oder kollektiv, gehören auch zum Programm. Alle erbrachten Anstrengungen werden festgehalten, angerechnet und nach sechs-, zwölf- und 18-monatigen Bemühungen mit dem Abzeichen in Bronze, Silber und Gold belohnt. Das Abzeichen in Gold bedingt zusätzlich die vorherige Teilnahme an einem Gruppenprojekt im sozialen Bereich.

Adeline Krausch als Koordinatorin des „Mérite jeunesse“ gab den anwesenden Schülern einige praktische Beispiele von Einsatzmöglichkeiten, bevor Djuna Bernard, frühere LGL-Schülerin und Preisträgerin des „Mérite jeunesse 2011“, über ihre Dienste in einer Scoutsgruppe, einen 80 Kilometer langen Hike an der belgischen Küste, Erfahrungen an der Kletterwand, Erlebnisse als Spielleiterin und ihre Teilnahme an einer Scoutskonferenz in Brasilien berichtete.

Drei Schülerinnen aus dem LGE, die dabei sind, ihr Abzeichen in Silber vorzubereiten, machten ihrerseits den versammelten Kameraden das Programm schmackhaft, das ohne Zweifel eine lehrreiche Freizeitgestaltung darstellt. Abschließend ermunterte Lucien Thill seine Schüler, die Herausforderung des „Mérite jeunesse“ anzunehmen. Das LGE werde sie jedenfalls so weit wie möglich dabei unterstützen. (LuWo)