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„Löwen“ im Diekircher Lyzeum

Im Rahmen eines sympathischen Festaktes im renovierten alten Gebäude des „Dikrecher Kolléisch“ feierte das Diekircher Lyzeum (LCD) dieser Tage die Heimkehr der beiden Löwenstatuen aus Sandstein, die bis vor kurzem noch auf der „Kluuster“ standen und nun im Rahmen der Instandsetzung des Platzes wieder wieder ins LCD zurückgebracht wurden.

Die Löwen hatten eine Zeit lang das Dachsims der Südfassade geschmückt, ehe sie bei Umbauarbeiten 1954 von der Gemeinde auf dem Kluusterplatz neben der Dekanatskirche aufgestellt wurden. Einer der Löwen hält zwischen den Pfoten das Luxemburger Wappen mit der Krone, der andere das Diekircher Wappen mit den vier Türmen.

Bewegte Geschichte zweier Wächter ...

Die beiden Löwen haben in der Tat eine spezielle Geschichte hinter sich. Der in Vianden geborene Luxemburger Bildhauer Michel Deutsch (1837-1905), der u. a. in den USA wirkte, hatte die Statuen 1899 für das Diekircher Gymnasium geschaffen, das, 1830 als städtische Mittelschule gegründet, 1841 zum Progymnasium promoviert war und ab 1891 auch bis zur Prima ausbildete.

Zur 175-Jahr-Feier der Schulgründung hatte die LCD-Direktion, auf Initiative von Jos Eilenbecker, eine begrenzte Serie von Bronze- und Kunstharzkopien des „Diekircher Löwen“ als Erinnerungsstück herausgegeben und bei der Gemeinde beantragt, die Löwen wieder aufzunehmen, falls die „Kluuster“ neu eingerichtet würde.

Dank der Zusammenarbeit zwischen der Diekircher Dienststelle der „bâtiments publics“, der Stadt Diekirch und des LCD konnten die beiden Löwen nun, nach fachgerechter Renovierung durch die Spezialistin Tanja Brugnoni und nach Anfertigung zweier von Raphaël Harf entworfener Sockel, in der Eingangshalle der Alma Mater des „Dikrecher Kolléisch“ eine neue Bleibe finden, wo sie nun wieder neben der Pförtnerloge Wache stehen. (C.)