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Gedenken an 80. Jahrestag der deutschen Invasion 1940

Am frühen Morgen des 10. Mai 1940 begann im Zuge des deutschen Westfeldzugs der Überfall der Wehrmacht auf das neutrale Luxemburg. Trotz der durch COVID-19 hervorgerufenen Beschränkungen erinnerten die Gemeindeverwaltungen von Diekirch und Bettendorf, in Zusammenarbeit mit der Britischen Botschaft, dem Diekircher Musée National d’Histoire Militaire und der Royal Air Force Association of Luxembourg am vergangenen 10. Mai durch getrennte Kranzniederlegungen an den 80. Jahrestag der Invasion.

Seit 2007 wird auf dem Diekircher Gemeindefriedhof eine jährliche Zeremonie zum Gedenken an Flying Officer Douglas A. Cameron abgehalten. Cameron gehört zu den ersten alliierten Soldaten, welche am ersten Invasionstag auf luxemburgischem Boden fielen. Nach einer Bruchlandung seines bei Bettendorf abgeschossenen leichten Bombers des Typs „Fairey Battle“ erlag er noch am gleichen Tag seinen schweren Verletzungen. Seit 2010 erinnert eine Gedenktafel am Absturzort „Hierzenhaff“ an sein Opfer. Sein Schicksal wird zudem auf der Internetseite des Militärmuseums durch eine „Webstory“ genauer geschildert: www.mnhm.lu

Darüber hinaus wurde auch dem ersten luxemburgische Todesopfer der deutschen Invasion gedacht. Jean John aus Bettendorf bemerkte am frühen Morgen des 10. Mai 1940 die Sabotage von Telefonleitungen und entschied sich dazu, mit seinem Lastwagen nach Moestroff zu fahren, um die die an der dortigen Straßensperre postierten luxemburgischen Grenzwächter zu alarmieren. In Moestroff wurde John durch das Maschinenpistolenfeuer eines Mitglieds eines irregulären deutschen „Sonderkommandos“ tödlich verletzt.