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Kinnbacken unterm Hammer

Böwingen/Attert: Die öffentliche Versteigerung von Kinnbacken hat beim lokalen Männergesangsverein „Béiwener Männerchouer“ Tradition. Auch dieses Jahr lockte sie viel Publikum. Zum allseits bekannten Valentinstag am 14. Februar gehören nicht nur Rosenstrauß und rosarote Brillen, denn der Heilige Valentin, jener Bischof von Terni, gilt auch als Beschützer der Schweine, welche zu dessen Fest in der Kirche gesegnet wurden. Heutzutage mögen die Kinnbacken vielleicht nicht der bekannteste Teil des Schweines sein, sie sind jedoch Basis für diverse schmackhafte Rezepte sowohl aus der traditionellen, deftigen Hausmannskost als auch aus der internationalen Gourmetküche.

Am frühen Sonntagnachmittag, nach einem vorzüglichen von den Chefköchen Jean-Claude Mathekowitsch und Paul Faber aufgetischten „Judd mat Gaardebounen“, übernahm Jos Elsen die Versteigerung der „Kënnbaken mat Mumm“. Das schweinische Angebot sei kein Larifari-Zeug, betonte der ehemalige Schweinezüchter, der dabei das Versteigerungsgut in die Höhe hielt und 20 Euro als Mindestangebot vorschlug. Die erste Hand schnellt nach oben. Die anwesenden Bieter treiben sich gegenseitig in die Höhe. Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten: „Dann sind Sie jetzt stolzer Besitzer eines feinschmeckenden Kinnbackens“, gratuliert der kompetente Ausrufer. Am Ende kommen 1469 Euro für die lokale Kirchenfabrik zusammen. In seinen Dankesworten zeigte sich Präsident Jean-Claude Mathekowitsch zufrieden, auch wenn mit 245 Besuchern der Erfolg von vorherigen Aktionen nicht übertroffen werden konnte. Aber vielleicht haben der „Béiwener Männerchouer“ und die Kirchenfabrik im kommenden Jahr mehr Schwein…