Change Edition

Zu hohe Steuerlast zwingt den " Terra Préizerdaul" zur definitiven Auflösung

Préizerdaul: Die Garten- und- Heim Sektion Préizerdaul stand vor einigen Jahren auf sehr wackeligen Füßen und so machte die örtliche Gemeindeverwaltung zusammen mit der CTF- Regional- Sektion Norden im Juli 2015 einen Aufruf, um die Geschicke des örtlichen Garten- und Heim Vereines neu zu gestalten. Daraufhin bildete sich gleich im Oktober 2015 auch ein neuer Vorstand der die Statuten im Juli 2016 auch ordnungsgemäß in das Firmenregister unter dem Namen „ Terra Préizerdaul“ eintragen ließ. Mit vielen neuen Ideen wurde gleich zu Beginn eine konstruktive Arbeit geleistet. Zudem gehörten ein Gemeinschaftsgarten und Reimberg, der Aufbau eines „ jardin public“ mit Hochbeeten mit Umgestaltung einer ausrangierten Telefonkabine in eine Bücherbox im Ortskern, ein Malwettbewerb, Organisation eines Pflanzenmarktes und zu guter Letzt der Ankauf und Errichtung eines Gewächshauses. So wurde der „Terra Préizerdaul“ in kurzer Zeit zum festen Bestandteil im Leben der Dorfgemeinschaft. Aber die Freude war nicht von langer Dauer, wie in der neulich einberufenen außerordentlichen Generalversammlung seitens von Sektions- Präsidentin Viviane Van der Pal- Becker zu erfahren war, wurde der Verein vom zuständigen Steuerbüro gezwungen vor dem 3. Mai 2019 eine Steuererklärung einzubringen. Trotz verschiedenen Interventionen beim Steuerbüro, der CTF Liga Präsidentin Martine Mergen, beim zuständigen Minister Gramegna, einem Anwalt und dem Ombudsmann, erfolgte leider keine Ausnahme. Auch den Antrag en „remise gracieuse“ vom 7. Juni 2019 wurde abgelehnt. Empört über die stolze Summe von 1 840 Euro an Steuern und dazu noch zusätzlich 825 Euro an Vorauszahlungen zu zahlen, fasste der Vorstand kurzer Hand den Entschluss ab dem 9. August 2019 die Garten- und – Heim Sektion“- Terra Préizerdaul als Konsequenz zu der ungerechten Steuerlegislation mit sofortiger Wirkung und mangelnder Motivation um in Zukunft mit der Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer noch Manifestationen zu organisieren, um dann noch im Endeffekt mit dem Gewinn noch Steuern zu zahlen, definitiv aufzulösen. Da keine neuen Kandidaturen vorlagen, um die Sektion in Zukunft eventuell neu zu definieren, trat der gesamte Vorstand dann auch geschlossen zurück. Im Vorfeld der Versammlung hielt die Sektionspräsidentin trotzdem darauf, dem Vorstand, der Liga mit allen Beteiligten sowie der Gemeindeverwaltung für ihre gute und konstruktive Zusammenarbeit ihr aufrichtiger Dank, auszusprechen. Alle Mitglieder haben jedoch die Möglichkeit sich an eine benachbarte Sektion anzugliedern. Die gepachteten Parzellen des Gemeinschaftsgartens in Reimber müssen in Zukunft von den Pächtern selbst instandgehalten werden. Das Gewächshaus geht in den Besitz der Gemeinde, über. Um den öffentlichen Garten im Ortskern wird sich der neueingestellte Gemeindegärtner, kümmern. Der detaillierte Kassenbericht von Albert Derefa wurde von René Jacquemoth und René Schaus als einwandfrei befunden und dem gesamten Vorstand, Entlastung erteilt. Auch Liga- Präsidentin Martine Mergen zeigte sich zu tiefst berührt über die traurigen Geheschennisse und hatte auch keine Erklärung dazu, warum der „Terra Préizerdaul“, die als einzige CTF- Sektion des Landes, trotz allen Bemühungen, Verhältnismäßig zum Verein, so besteuert wurde. Für die viele gute Arbeit die in den vier Jahren in der Gemeinde Préizerdaul geleistet wurde, fand die Vorsitzende wie auch Bürgermeister Marc Gergen auch die passenden Worte des Dankes und der Anerkennung. Im Verlauf der Versammlung kam es zu einer dreifachen Schecküberreichung. Ein Scheck über 1 500 Euro konnte Claude Schiltz seitens der „ Natur&Ëmwelt“ in Empfang nehmen, dessen Betrag dem Naturreservat „ Marais de Grendel“ zugutekommen wird. Monique Mousel, Vorsitzende der ONG „Komm Hëllef mat Préizerdaul“ freute sich den Scheck über 500 Euro in Empfang zu nehmen. Diese Spende wird für angehende Projekte im El Salvador gebraucht werden. Die bereits überwiesene Betrag von 1 500 Euro werde für die Weiterführung des „ Kraizschouschtesch Gaart“ in Leudelingen zur Geltung kommen. (CR)(FOTO: CHARLES REISER)