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Marche de solidarité der Ecole Privée - 11167,5 km für haitianische Flüchtlinge

Da dieses Jahr aufgrund der Corona-Situation der traditionelle Chrëschtbazar des Fieldgen nicht stattfinden konnte, wurde im Lehrerrat überlegt, mit welchen anderen Aktionen man die Schüler für die Nöte anderer Menschen, die sie zusätzlich zur Pandemie zu tragen hatten, sensibilisieren könnte.

Neben den Ateliers de Solidarité im März, in denen verschiedene ONGs auf die Probleme von Randgruppen hier in Luxemburg oder auch auf schwierige Verhältnisse in anderen Ländern hinweisen, war die Idee einer Marche de solidarité bzw. eines Charity Walks geboren. Jede Klasse suchte sich einen Wanderweg aus, die Distanz der Wanderung wurde berechnet, und die Schüler suchten nach Sponsoren für jeden gelaufenen Kilometer. Während die einen Klassen die schönen Wanderwege der Stadt Luxemburg wie den Wenzels- oder den Vaubantour entdeckten, zog es andere Klassen ins Müllerthal, an die Mosel, ins Minette oder sogar ins Ösling. Insgesamt nahmen 77 Klassen, d.h. 1382 Schüler an dieser Marche de Solidarité teil und erwanderten eine Gesamtstrecke von 11167,5 Kilometern. So konnten ca. 35000€ gesammelt werden, die letzte Woche der ONG Vatelot, vertreten durch Sr. Danièle Faltz und Sr. Marthe Senninger, überreicht wurden. Mit diesem Geld werden Menschen unterstützt, die wegen des Hurrikans, der 2016 über Haiti fegte, alles verloren haben und nun im 6000km entfernten Chile versuchen, eine neue Existenz aufzubauen.

Diese Aktion reiht sich in zahlreiche Aktivitäten des Fieldgen, mit denen versucht wird, die Schüler über ihren Tellerrand blicken zu lassen, auf Menschen, die das Leben manchmal nicht verschont hat und denen es nicht so gut geht wie uns. So erlernen die Schüler neben dem im Curriculum der einzelnen Fächer vorgeschriebenen Wissen soziale Kompetenzen wie Empathie und Engagement, eine Haltung, die viele Fieldgen-Schüler auch nach ihrer Schulzeit in ihrem weiteren Leben prägt.


Anja Namur