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Internationale kooperation wonachkutsch-wünschewagen

Ich bin der Verantwortliche für die Volkssternwarte Zweibrücken. Vor ca. 2 Wochen wurde ich wegen des Wunsches vom ASB Saarland kontaktiert, der bei uns seit zwei Jahren den "Wünschewagen" betreibt. Ich hatte spontan zugesagt.

Auch mit Jeff Herr wurde ich ganz schnell einig. Ein ursprünglich in Erwägung gezogener Termin musste verschoben werden. Denn eine Sternwarte ist nur dann interessant, wenn wir Sterne beobachten können, und keine mehr oder weniger dichte Wolkenschicht.

Am 30. März war es dann soweit. Wir hatten schönstes Wetter. Der Himmel war klar. Und in Deutschland, der Schweiz und Österreich war Tag der Astronomie. Und der Kranke hatte an diesem Tag zufälligerweise auch noch Geburtstag.

Herr Jeff Herr rief mich an und kündigte den Besuch für gegen 17 Uhr an.

Dass unsere Sternwarte sich innerhalb einer Woche zur wohl bekanntesten Volkssternwarte der Welt mausern würde, war nicht vorauszusehen.

Das lag aber nur am neuen Anstrich.

Etwas nach 17 Uhr traf die Wonschkutsch an unserer Sternwarte ein. Nach der Begrüßung führe ich die Gäste, den Kranken, zwei Begleiter vom Verein Wonschkutsch, und einen Enkelsohn, zunächst in eine Halle, in der zwei französische Vereine ein Planetarium und ein Foucault-Pendel aufgebaut haben. Unsere Luxemburger Gäste konnten noch die letzte Vorstellung des Planetariums in ganzer Länge sehen. Anschließend stand ein Vortrag zu astronomischen Themen auf dem Programm.

Nach 20:30 Uhr war es ausreichend dunkel, und man konnte von der Sternwarte aus beobachten. Unser Ehrengast hatte sehr interessiert durch das Teleskop geschaut.

Als sich unsere Gäste verabschiedeten, sah man dem Kranken an, dass er glücklich war. Seine Augen strahlten direkt. Und auch wir waren glücklich, etwas zur Freude eines Schwerkranken beigetragen zu haben.

Ich hoffe, dass er während seines Aufenthalts seine Krankheit etwas vergessen konnte.

Eine Initiative wie die Wonschkutsch kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich wünsche euch viel Erfolg in euren Anstrengungen, Schwerstkranken in der letzten Phase ihres Lebens beizustehen.