"REIsearch"

Eine Brücke zwischen Bürgern, Wissenschaftlern und Politikern

"REIsearch" startet heute seine zweite Kampagne zum Bürger- und Medien-Engagement in acht europäischen Ländern. Nach dem erfolgreichen Debüt im Jahr 2016 zum Thema chronische Krankheiten, die die Beteiligung von über 60.000 Europäern erlebte, konzentriert REIsearch seine Arbeit in diesem Jahr darauf, welche Entwicklung des Internets die Europäer in den nächsten zehn Jahren gern sehen möchten.

REIsearch wurde als eine Brücke konzipiert, um Bürger, Forscher und politische Entscheidungsträger zu Themen der wissenschaftlichen Forschung und den gesellschaftlichen Herausforderungen, mit denen Europa in den kommenden Jahren konfrontiert sein wird, zu verbinden.

„Innovation ist der Schlüssel Europas, um der ‚alte Kontinent‘ nur im historischem Sinne zu bleiben - und um als junger, dynamischer Kontinent im Sinne unserer Fähigkeit, selbst komplexeste Probleme zu lösen, erfolgreich zu sein“, erklärte der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek. "Es geht nicht nur um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, neue Technologien, Forschung, Arbeitsplätze, Produkte oder den integrierten Markt. Es geht um den Aufbau umfassender Innovations-Ökosysteme, in denen Bürger, Forscher und politische Entscheidungsträger zu einer offenen Diskussion zusammenkommen. Das macht Programme wie die REIsearch-Initiative so wichtig: Sie schaffen die notwendigen ‚Treffpunkte‘ für Innovation.

Zum Wohle der Gesellschaft

REIsearch ist eine gemeinnützige europäische, von der Europäischen Kommission mitfinanzierte Initiative, um zu zeigen, wie ein technologisches Werkzeug in Verbindung mit einem breiten Netzwerk von führenden Medien, Forschungseinrichtungen, Forschern, Organisationen der Zivilgesellschaft und Bürgern die politischen Entscheidungsträger dabei unterstützen können, alle Kenntnisse und Erfahrungen - woher sie auch immer kommen mögen - besser zu nutzen, um bessere Entscheidungen, die auf Fakten und Erfahrungen beruhen, zum Wohle der Gesellschaft als Ganzes zu treffen.

REIsearch wird von Atomium gefördert - dem Europäischen Institut für Wissenschaft, Medien und Demokratie, das vor sieben Jahren im Europäischen Parlament durch den ehemaligen französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing und von Michelangelo Baracchi Bonvicini, heute Ehrenpräsident und Präsident des Instituts, ins Leben gerufen wurde.

Hier eine grafische  Übersicht der Topthemen, wenn es um die Zukunft des Internets geht.   

„Innovation und neue wissenschaftliche Erkenntnisse verbessern das Leben der Menschen und machen unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger. Die Wissenschaft sollte offen sein und sich aus ihrem traditionellen Elfenbeinturm befreien; sie sollte diskutiert, Kritik unterworfen und mit neuen Perspektiven ausgestattet werden. Deshalb begrüße ich mit großer Sympathie Bestrebungen wie die Initiative von REIsearch, die Europäer dazu bringen soll, sich an der Debatte über Wissenschaft und Forschung zu beteiligen und zu neuen Ideen inspiriert, wie wir einige der dringendsten Probleme unserer Gesellschaft lösen“, kommentierte der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker.

Erfahrung und Know-how verknüpfen

REIsearch will erfolgreich die Aufgabe bewältigen, die Erfahrung der EU-Bürger und das Know-how der EU-Forscher zu verknüpfen, um die politischen Entscheidungsträger bei ihren Entscheidungen, die sich auf die gesamte Gesellschaft auswirken werden, zu unterstützen.

Das Thema für die zweite Initiative ist das Internet der nächsten Generation, ein Thema von entscheidender Bedeutung in der Agenda der europäischen Politik, sowohl was die Auswirkungen auf das Wohlergehen der EU-Bürger als auch die Chancen zur Stimulation des Wirtschaftswachstums in der Union anbetrifft. 

"Die Auswirkungen des Internets auf unsere Welt ist bereits jetzt enorm und wird sich in den kommenden Jahren mit dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz, der Überbrückung der physischen und der digitalen Welt und der allgegenwärtigen Nutzung von Daten noch mehr beschleunigen - sagte Jesús Villasante, der Leiter der Net Innovation Unit of the Communication Networks, Content and Technology (Connect), Generaldirektion in der Europäischen Kommission - "bei der Europäischen Kommission wollen wir jeden europäischen Bürger in die Diskussion darüber, wie das Internet sich in den nächsten zehn Jahren entwickeln sollte, einbeziehen. Genauer gesagt, glauben wir, dass die digitale Welt die gleichen Werte und Rechte respektieren sollte, von denen wir in der physischen Welt profitieren. Wir glauben auch, dass Europa das Potenzial hat, ein wichtiger Akteur bei Internet-Angelegenheiten zu sein, auch wenn viele wichtige Entscheidungen an anderer Stelle getroffen werden."

Endlose Chancen

Es ist sehr schwer vorherzusagen, wo wir in zehn Jahren sein werden. Es ist jedoch klar, dass - vom Handel bis zur Unterhaltung, von Koproduktion bis zur Datenanalyse, von ortsungebundener Arbeit (oder Zusammenarbeit) bis zu E-Government, E-Payment und E-Gesundheit und zu Smart-Homes oder Versorgungsketten - die Chancen, das Leben der EU-Bürger zu verbessern, endlos scheinen. Es bleiben jedoch noch viele Problemkreise, wie zum Beispiel in Bezug auf die Konzentration der Macht (und der Daten) in den Händen einiger weniger Akteure, ebenso der Zugang zu einer angemessenen Infrastruktur, die Verzerrung von Informationen und der Informationsverteilung (Fake News und Bestätigungsfehler), sowie im Hinblick auf die Interoperabilität, die digitale Integration und Fähigkeiten, Privatsphäre und Sicherheit. 

Hier eine grafische Übersicht der Sprachen, in denen im Internet kommuniziert wird.

Das Ziel dieser zweiten Kampagne ist es, eine zuverlässige und verbindliche Debatte über digitale Technologien zu starten (von Netzwerken zu autonomen Autos und Blockchains und vielem mehr), die Forscher, Medien, Politiker und Bürger aus ganz Europa zusammenbringt. Dies wird die Möglichkeit eröffnen, die Europäische Kommission bei der Gestaltung ihrer Strategie zur nächsten Generation des Internets zu unterstützen, um eine integrative Entwicklung des Internets in den nächsten zehn Jahren über Regulierung, politische Maßnahmen und Finanzierung voranzutreiben.

Zusammen mit dem Luxemburger Wort

Zu diesem Zweck koordiniert REIsearch acht europäische Medienorganisationen - darunter Der Standard, El País, Frankfurter Allgemeine Zeitung, La libre Belgique, Gazeta Wyborcza, Luxemburger Wort, Público und Sole24Ore - eine Bürger-Engagements-Kampagne über ihre Online-Ausgaben und ebenso über die Web-Plattform von REIsearch zu betreiben. Elsevier und der Generaldirektor von 'Connect' der Europäischen Kommission wird die Einbeziehung der Forscher erleichtern. 

Einige der wichtigsten internationalen und europäischen Organisationen, die im digitalen Sektor tätig sind (Tallinn University of Technology, Universität Oxford, Vrije Universiteit Brussel, Universität Twente, Universität Mailand, Universität Barcelona, ​​Universität Warschau, Berkman Center for Internet & Society an der Harvard Law School, Arduino, WeMake, OpenWear, SURFnet, IETF, IAB und Digital Catapult), zusammen mit den zuständigen Generaldirektionen der Europäischen Kommission, haben zusammengearbeitet, um Fragen aufzustellen, die ab heute und in den nächsten vier Wochen sowohl Forschern wie auch der breiten Öffentlichkeit gestellt werden. Die gesammelten Antworten werden es politischen Entscheidungsträgern in ganz Europa ermöglichen, nützliche und wichtige Erkenntnisse, Fachwissen und Daten zu Schlüsselfragen zu erhalten, um sicherzustellen, dass das Internet der Zukunft europäische Werte wie Fairness, Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte, Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit reflektiert.

Atomium European Institute for Science, Media and Democracy