Der grüne Daumen

Kakteen richtig gießen

Viele Kakteen sterben, weil sie immer sehr zaghaft gegossen werden.
Viele Kakteen sterben, weil sie immer sehr zaghaft gegossen werden.
Foto: dpa

(dpa) - Die Frage nach dem Gießen ist bei Kakteen extrem komplex. Es gibt sehr viele verschiedene Arten, die an vielen verschiedenen Orten der Welt und in verschiedenen Böden wachsen.

Sie kommen im südlichen Kanada bis hin nach Patagonien im tiefen Süden Südamerikas vor, auf 4000 Meter Höhe genauso wie auf Meereshöhe. Und sie besiedeln die Subtropen genauso wie die Sandwüste. Also heißt das ganz grundsätzlich: Es kommt immer darauf an, welchen Kaktus man zu Hause hat.

Aber Hobbygärtner können sich an etwas orientieren: Das Substrat im Topf muss nach dem Gießen stets zügig abtrocknen können. Es darf also nur so viel gegossen werden, dass dies möglich ist. Aber auch nicht zu wenig. Die Kakteen-Gesellschaft erläutert, dass viele Kakteen einfach sterben, weil sie immer sehr zaghaft gegossen werden. Dies reiche dann meist nicht aus, und die Pflanze trockne regelrecht aus.

Die Wassermenge ist auch von Standort zu Standort verschieden: Denn Kakteen stehen hierzulande etwa gerne auf Fensterbänken, gedeihen im Gewächshaus oder sogar im Steingarten im Freien. Fensterbänke sind aufgrund der oft darunter befindlichen Heizung Risiken für ein langsames Austrocknen von Kakteen. Ein gut belüftetes Gewächshaus oder eine Freilandkultur können schon eher natürliche Bedingungen simulieren.

Die Kakteenexperten geben als Faustformel für unsichere Hobbygärtner aus: Ein Kaktus in einem guten und durchlässigen Substrat kann ruhig alle zwei Wochen kräftig gegossen werden. Gelegentliche Versorgung mit Flüssigdünger kann ebenfalls nicht schaden. Ein gutes Substrat besteht etwa aus Sand oder einem lockeren Gemisch aus Kakteenerde und Sand.