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Zweites Spiel in der Gruppe A: Schweizer Auftaktsieg im Duell der Brüder
Sport 2 Min. 11.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Zweites Spiel in der Gruppe A: Schweizer Auftaktsieg im Duell der Brüder

Fabian Schär steigt höher als der albanische Torwart und trifft zum 1:0.

Zweites Spiel in der Gruppe A: Schweizer Auftaktsieg im Duell der Brüder

Fabian Schär steigt höher als der albanische Torwart und trifft zum 1:0.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 11.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Zweites Spiel in der Gruppe A: Schweizer Auftaktsieg im Duell der Brüder

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Granit Xhaka hat das Bruderduell bei der EM in Frankreich gegen Taulant Xhaka für sich entschieden. Im Vorrundenspiel der Gruppe A in Lens setzte sich die Schweizer Nationalmannschaft mit 1:0 gegen die Albaner durch.

(dpa) - Albanien hat der nervlichen Belastung beim EM-Debüt nicht standgehalten und sich beim 0:1 im emotionalen „Bruder-Duell“ gegen die Schweiz quasi selbst geschlagen. Ein Torwartfehler und die Gelb-Rote Karte für Kapitän Cana besiegelten am Samstag in Lens die Auftaktpleite für den Außenseiter. Schär köpfte die anfangs noch deutlich nervösen Schweizer mit einem frühen Tor (5.') zum Pflichtsieg gegen den Endrunden-Neuling. Dabei hatte Albaniens Torhüter Berisha vor 33 805 Zuschauern böse daneben gegriffen.

In dem emotionalen Duell konnten die Albaner auf die Unterstützung von etwa 20 000 Fans im voll besetzten Stade Bolaert-Delelis in Lens zählen. Immerhin zehn Spieler im Kader Albaniens sind in der Schweiz geboren oder aufgewachsen, fünf Schweizer haben albanische Wurzeln. Der albanische Verband hatte alle ehemaligen Nationalspieler zum ersten EM-Spiel in der Geschichte des kleinen Landes eingeladen. Vor der Partie gab es herzliche Begrüßungen auch zwischen den beiden Brüdern Granit und Taulant Xhaka, die erstmals als Nationalspieler gegeneinander spielten.

Torwart Berisha patzt

Sportlich setzen die favorisierten Schweizer die Akzente. Beim frühen Führungstreffer der Eidgenossen half Albaniens Torhüter Berisha kräftig mit. Nach Ecke von Shaqiri kam der bei Lazio Rom unter Vertrag stehende Schlussmann zu spät - Schär traf per Kopf in der fünften Minute. Für den Verteidiger war es im 21. Länderspiel bereits der sechste Torerfolg.

Das 1:0 hätte dem spielerisch deutlich überlegenen Team von Trainer Vladimir Petkovic Rückenwind und Selbstvertrauen geben können. Doch die Mannschaft wirkte lange Zeit recht nervös. Zuvor hatten die Schweizer bei drei EM-Endrunden nie die nächste Runde erreicht und nur einen Sieg geschafft.

Somit war diesmal der erste Schritt auf dem Weg in die K.-o.-Runde gemacht. Dzemaili hatte bereits das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte in der 15.' aber an Berisha. Die kämpferisch starken Albaner hatten ihre erste große Möglichkeit nach einer halben Stunde, doch Sadiku vergab völlig freistehend vor Torhüter Sommer.

Cana muss unter die Dusche

Danach spielte der Platzverweis für Albaniens Kapitän Cana wegen Handspiels (37.') den Schweizern in die Karten. In Überzahl gab es weitere gute Möglichkeiten, die beste vergab erneut Dzemaili, der einen Freistoß nur an den Pfosten setzte. Auch Seferovic hatte anschließend insgesamt drei gute Gelegenheiten zur Ergebnisverbesserung, Shaqiri zwei. Am Ende musste sich der Favorit wegen der schwachen Chancenverwertung mit dem knappen Erfolg begnügen und hätte fast noch den Ausgleich durch Gashi (88.') kassiert. Schlussmann Sommer rettete seinem Team den Sieg.

Im ersten Spiel der Gruppe A hatte Frankreich bereits am Freitagabend 2:1 gegen Rumänien gewonnen.


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