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Zurück auf der europäischen Bühne
Sport 3 Min. 09.07.2019

Zurück auf der europäischen Bühne

Teammanager Emilio Ferrera trifft mit seinem neuen Team im Stade Josy Barthel auf den maltesischen Meister FC Valletta.

Zurück auf der europäischen Bühne

Teammanager Emilio Ferrera trifft mit seinem neuen Team im Stade Josy Barthel auf den maltesischen Meister FC Valletta.
Foto: Ben Majerus
Sport 3 Min. 09.07.2019

Zurück auf der europäischen Bühne

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
F91 trifft am Dienstagabend im Hinspiel der ersten Champions-League-Qualifikationsrunde auf den FC Valletta. Die Düdelinger sind bereit für das nächste Abenteuer.

Sieben Monate nachdem Düdelingens Europa-League-Abenteuer mit dem 0:0 gegen Betis endete, startet F91 am Dienstag in eine neue Herausforderung. Mit dem Team, das in der vergangenen Saison europaweit Schlagzeilen machte, hat der aktuelle F91-Kader nur noch wenig zu tun. Bis auf Joubert, Schnell, Pokar, Stolz und Sinani haben alle Leistungsträger den Club verlassen. Auch Erfolgscoach Dino Toppmöller ist weg. Der neue Teammanager Emilio Ferrera tritt somit in große Fußstapfen.

Bei seinem Pflichtspieldebüt an der Seitenlinie trifft der 52-Jährige am Dienstag (20 Uhr im hauptstädtischen Stade Josy Barthel) mit F91 in der ersten Qualifikationsrunde der Champions League auf den maltesischen Meister FC Valletta. Obwohl sich bei den Düdelingern viel verändert hat, freuen sie sich darauf, nach dem Doublé-Gewinn wieder international antreten zu können. "Die Vorbereitung war deutlich anstrengender als in den vergangenen Jahren", erklärt Abwehrchef Schnell. "Unser Trainer verlangt von uns, dass wir bei Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte Eins-gegen-Eins spielen. Das erfordert höchste Konzentration."

Die Vorbereitung war deutlich anstrengender als in den vergangenen Jahren.

In den Testspielen haben Schnell und Co. die Vorgaben ihres Coaches bereits teilweise erfolgreich umgesetzt. Nach der 2:3-Niederlage gegen die Union St-Gilloise gewann F91 am Samstag mit 4:3 gegen Virton. "Der Trainer hat uns gesagt, dass wir vieles richtig gemacht haben", erzählt Schnell. "Für mich ging es zunächst darum, die Spieler kennenzulernen und der Mannschaft eine Identität zu verleihen", sagt der Trainer. Jetzt wird es für Ferreras Schützlinge ernst.


Adel Bettaieb ici aux prises avec Clément Couturier, a inscrit deux des quatre buts dudelangeois.
La reconstruction express du F91 Dudelange
La grosse vingtaine de nouvelles têtes laissait augurer d'un chantier à ciel ouvert qu'un été ne suffirait pas à rendre opérationnel. Le dernier match amical face à Virton (4-3) tend à prouver le contraire. Ce F91 pourrait faire rapidement mal.

"Valletta ist ein gutes Team. Meiner Meinung nach wird es ganz schwer. Die gegnerische Mannschaft ist größtenteils zusammengeblieben und hat mehr Erfahrung", weiß Schnell. Umso wichtiger wäre es für die Düdelinger, mit guten Leistungen auf der europäischen Bühne in die Saison zu starten. Als F91 im vergangenen Jahr die Gruppenphase der Europa League erreichte, wuchs das Team zusammen. "Wenn die Resultate stimmen, kann das jetzt auch wieder funktionieren. Wir müssen eine Einheit werden", so Schnell.

Stade Josy Barthel kein Nachteil

Für den 33-Jährigen ist es kein Problem, dass F91 die heutige Partie im Stade Josy Barthel bestreiten muss, weil im heimischen Stade Jos Nosbaum gearbeitet wird. "Uns kommt der große Platz entgegen, weil wir Fußball spielen wollen. Zudem kennen die Neuzugänge unseren Platz noch gar nicht."

Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag (20 Uhr) im Centenary Stadium im maltesischen Attard statt. Um mit einer guten Ausgangslage nach Hause zu reisen, wollen die Gäste bereits im Hinspiel für eine Überraschung sorgen. Der FC Valletta geht zwar als leichter Außenseiter ins Duell, die Offensivabteilung des Teams von Trainer Darren Abdilla kann den Düdelingern allerdings Probleme bereiten. "Wir haben uns einige Begegnungen der vergangenen Saison angesehen. Doch Valletta hat einen neuen Trainer bekommen und die Vorbereitungsspiele sind nicht immer aussagekräftig", so Ferrera.

Zweite Chance

Sollte F91 in der erste Qualifikationsrunde der Champions League ausscheiden, dürften die Düdelinger wie im vergangenen Jahr in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation antreten. Dort würde der amtierende Doublé-Sieger auf den Verlierer des Duells zwischen Nomme Kalju (EST) und dem nordmazedonischen Club Shkendija treffen. Wenn sich Düdelingen gegen Valletta durchsetzt, geht es in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde gegen Ferencvaros (H) oder Ludogorets Razgrad (BUL).

Coach Ferrera kann fast auf sein komplettes Aufgebot zählen. Nur die beiden Keeper Frising und Joubert sowie Neuzugang Bernier fehlen verletzt. Kips wird das Düdelinger Tor hüten. Die Nummer drei der Nationalmannschaft kam aus Magdeburg nach Düdelingen. Für den 18-Jährigen ist es das bisher größte Spiel seiner noch jungen Karriere. Schnell, Stolz und Co. lassen sich vor solchen Duellen längst nicht mehr einschüchtern, schließlich trafen die Düdelinger noch vor sieben Monaten auf ganz andere Kaliber. "Wir wollen mit unserem neuen Team dasselbe erreichen wie vergangenes Jahr. Dafür arbeiten wir", sagt Schnell.


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Foto: Ben Majerus