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Willy Kemp im Alter von 95 Jahren gestorben
Sport 2 Min. 19.10.2021
Todesfall

Willy Kemp im Alter von 95 Jahren gestorben

Ein Foto von Willy Kemp aus dem Jahr 2011.
Todesfall

Willy Kemp im Alter von 95 Jahren gestorben

Ein Foto von Willy Kemp aus dem Jahr 2011.
Foto: Anouk Antony
Sport 2 Min. 19.10.2021
Todesfall

Willy Kemp im Alter von 95 Jahren gestorben

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Luxemburgs Radsportszene trauert um einen seiner erfolgreichsten Fahrer der 1950er-Jahre.

(jg/HB) - Willy Kemp war einer von Luxemburgs Radsportgrößen der 1950er-Jahre. Der Teamkollege von Charly Gaul starb am Montag im Alter von 95 Jahren als ältester noch lebender ehemaliger Luxemburger Radprofi.

Erst im Alter von 19 Jahren widmete sich Kemp, der am 28. Dezember 1925 in Kopstal zur Welt kam, dem Radsport und schloss sich dem Club Cycliste Hollerich an. 1945 konnte er bei seiner zweiten Rennteilnahme bereits seinen ersten Sieg feiern. Danach musste Kemp den Radsport allerdings für zwölf Monate wegen seines Militärdienstes ruhen lassen. Kurz nach seiner Rückkehr zum Radsport krönte sich Kemp 1947 in Paris zum Studentenweltmeister.


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Seine Karriere als professioneller Radsportler startete er 1948 im französischen Garin-Team. Im folgenden Jahr wurde er zu Luxemburgs Landesmeister im Straßenrennen.

1948 ging er erstmals bei der Tour de France an den Start. Insgesamt war er beeindruckende zehn Mal bei der Frankreich-Rundfahrt dabei. 1950 sollte er sein bestes Resultat bei der Grande Boucle feiern, als er 21. in der Schlusswertung wurde.

Tour-Etappensieg in Metz

Seinen größten Erfolg feierte er allerdings 1955 mit einem Tour-Etappensieg, als er sich das Teilstück zwischen Namur und Metz über 232 Kilometer als Solist sicherte. Der Abschnitt hatte durch den Luxemburger Süden geführt. Kemp löste sich auf den letzten Kilometern aus einer neunköpfigen Ausreißergruppe und gewann vor zahlreichen Luxemburger Fans, die ihm einen begeisterten Empfang bereiteten.

Willy Kemp gewinnt die Tour-Etappe in Metz als Solist.
Willy Kemp gewinnt die Tour-Etappe in Metz als Solist.
Foto. Archiv Henri Bressler

Auf den folgenden Etappen war er der einzige wertvolle Mannschaftsgefährte von Charly Gaul, der in Paris den dritten Platz im Schlussklassement belegte. Auch im folgenden Jahr leistete Kemp wertvolle Arbeit für seinen Leader, vor allem bei dessen Giro-d'Italia-Gesamtsieg. 

Einen Achtungserfolg errang er anlässlich der letzten Etappe der Tour de Luxembourg 1956. Seine letzte Teilnahme an der Tour de France endete 1957 mit einer herben Enttäuschung, als er und Marcel Ernzer bereits auf der zweiten Etappe, die bei großer Hitze ausgetragen wurde, mit ihrem Teamkapitän Charly Gaul aufgeben mussten.

Tauchen und Fußball

Nach seinem Abschied vom Radsport arbeitete Kemp als Instruktor am Lycée Technique du Centre, spielte Fußball in der Reservemannschaft des CA Spora und gehörte einem Sporttaucherverein an.

Er blieb auch weiterhin dem Radsport eng verbunden, als Vorstandsmitglied des CC Hollerich und Vizepräsident der Amicale des Anciens Coureurs Cyclistes. Ende Mai 2013 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nur mühsam erholte. 

Das „Luxemburger Wort“ entbietet den trauernden Angehörigen sein tief empfundenes Beileid.


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