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Wettbetrug mit Sandwich?: Sutton-Torwart Shaw tritt zurück
Sport 1 21.02.2017

Wettbetrug mit Sandwich?: Sutton-Torwart Shaw tritt zurück

Wayne Shaw lässt es sich schmecken.

Wettbetrug mit Sandwich?: Sutton-Torwart Shaw tritt zurück

Wayne Shaw lässt es sich schmecken.
Foto: REUTERS
Sport 1 21.02.2017

Wettbetrug mit Sandwich?: Sutton-Torwart Shaw tritt zurück

Torwart Wayne Shaw von Sutton United kam gegen den FC Arsenal zwar nicht zum Einsatz, genoss aber ein Sandwich auf der Bank. Nun ist der 150-kg-Koloss zurückgetreten - wegen eines bösen Verdachts.

(sid) - Kult-Keeper Wayne Shaw (45) vom Fünftligisten Sutton United ist nach seiner Fress-Attacke und dem Verdacht der Wettmanipulation im Pokal-Achtelfinale gegen den FC Arsenal (0:2) zurückgetreten. Dies gab der Verein auf seiner Homepage bekannt. Dieser Schritt sei eine Reaktion auf "die Ereignisse des Abends und der daraus resultierten öffentlichen Aufmerksamkeit". Der Keeper verstehe "den Standpunkt des Clubs im Bezug auf dieses Thema vollkommen", heißt es in dem Statement weiter.

"Er hat einen Fehler bei der Beurteilung gemacht und der kommt ihn nun teuer zu stehen. Am Telefon war er in Tränen aufgelöst", sagte Sutton-Teammanager Paul Doswell. Shaw könnten wegen möglicher Wettmanipulation ebenfalls sportrechtliche Konsequenzen drohen. Er hatte in der 82.' in ein Fleischsandwich gebissen und mit seiner Aktion vor der Auswechselbank für große Aufmerksamkeit gesorgt.

Shaw: "Freunde haben darauf gewettet"

Am Dienstag war herausgekommen, dass ein Wettanbieter eine Quote von 8:1 angeboten hatte, wenn der "Roly Poly"-Goalie (kugelrunder Tormann) während der Partie etwas isst. Der englische Fußballverband FA nahm am Dienstag Ermittlungen auf. "Es wird geprüft, ob es zu irgendwelchen Regelverstößen in Bezug auf Wetten kam", begründete ein FA-Sprecher.

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Shaw hatte schon nach der Partie klargestellt: "Ich selbst habe nicht darauf gesetzt." Allerdings gestand er der "Daily Mail", "dass ein paar Freunde und Fans darauf gewettet haben".

Vor der FA hatte bereits die amtliche Wettkommission mitgeteilt, dass sie den Fall auf "Unregelmäßigkeiten" durchleuchten werde. "Integrität im Sport sollte kein Witz sein, deshalb haben wir mit Untersuchungen begonnen", sagte der zuständige Kommissionsdirektor Richard Watson.

Doswell ließ bereits nach der Partie kein gutes Haar an Shaw. "Ich weiß nicht, ob es um eine Wette ging. Es würde mich aber nicht überraschen", meinte Doswell und fügte an: "Mit dieser Geschichte ist Wayne weltweit wohl ein Star geworden. Ich denke aber nicht, dass es das beste Licht auf uns geworfen hat."


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