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Westliche Regierungen erhöhen Druck auf Peking
Sport 08.12.2021
Olympia 2022

Westliche Regierungen erhöhen Druck auf Peking

"Zusammen für eine gemeinsame Zukunft" lautet der Wahlspruch der Winterspiele in Peking.
Olympia 2022

Westliche Regierungen erhöhen Druck auf Peking

"Zusammen für eine gemeinsame Zukunft" lautet der Wahlspruch der Winterspiele in Peking.
Foto: AFP
Sport 08.12.2021
Olympia 2022

Westliche Regierungen erhöhen Druck auf Peking

Die USA boykottieren die Olympischen Winterspiele in Peking auf diplomatischer Ebene und immer mehr Länder ziehen jetzt nach.

dpa - Nachdem US-Präsident Joe Biden am Montag verlauten ließ, dass die USA keine offiziellen Regierungsvertreter nach Peking zu den XXIV. Olympischen Winterspielen in Peking entsenden werde, verkündeten am Mittwoch auch Großbritannien und Australien entsprechende Schritte. Es wird erwartet, dass sich noch weitere Nationen dem diplomatischen Boykott anschließen könnten.


US President Joe Biden (R) speaks as he hosts the Kennedy Center Honorees Reception in the East Room of the White House in Washington, DC, on December 5, 2021. (Photo by Nicholas Kamm / AFP)
USA verkünden diplomatischen Boykott
US-Präsident Joe Biden wird mit seiner Regierung den Olympischen Winterspielen in Peking fernbleiben.

Es handle sich „effektiv um einen diplomatischen Boykott“, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Mittwoch im Parlament in London. „Wie ich bereits zuvor sagte, unterstützen wir keinen sportlichen Boykott. Aber es gibt keine Pläne, dass Kabinettsmitglieder die Olympischen Winterspiele besuchen“, sagte Johnson.

Die australische Regierung folgt bestimmten Ländern blind, sodass es richtig nicht von falsch unterscheiden kann.

Wang Wenbin, Außenamtssprecher von China

Auch Australien ist raus

Ähnlich hatte sich zuvor auch der australische Premier Scott Morrison in Sydney geäußert. Für ihn sei diese Entscheidung „keine Überraschung“, fügte er hinzu. Als Grund führte er eine Reihe von Missverständnissen zwischen Canberra und Peking an, darunter Chinas Kritik an Australiens Entscheidung zur Anschaffung von nuklear getriebenen U-Booten. 

Souvenirs-Shops wie hier hoffen auf ein gutes Geschäft während den Olympischen Winterspielen.
Souvenirs-Shops wie hier hoffen auf ein gutes Geschäft während den Olympischen Winterspielen.
Foto: AFP

Seine Regierung habe wiederum „Menschenrechtsverstöße in Xinjiang und andere Themen“ angeprangert, doch habe die chinesische Regierung keine Gesprächsbereitschaft gezeigt.

Australische Sportler sollen - wie auch die britischen Athleten - jedoch an den Spielen in Peking teilnehmen, betonte Morrison. „Australien ist eine große Sport-Nation, aber ich halte Fragen des Sports und der anderen politischen Angelegenheiten sehr wohl auseinander.“

China hatte niemals Pläne, irgendeinen australischen Offiziellen zu den Spielen einzuladen. Niemand interessiert sich dafür, ob sie kommen oder nicht.

Wang Wenbin

China reagiert wütend

China reagierte mit massiver Kritik auf die Entscheidung in Down Under. „Die australische Regierung folgt bestimmten Ländern blind, sodass es richtig nicht von falsch unterscheiden kann“, sagte Außenamtssprecher Wang Wenbin am Mittwoch in Peking. 


18.02.2018, Südkorea, Pyeongchang, Olympia, Ski alpin, Riesenslalom, Herren, 1. Durchgang, im Yongpyong Alpin-Zentrum. Matthieu Osch aus Luxemburg in Aktion. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Bei den Winterspielen 2022 in Peking könnte das Großherzogtum seit langer Zeit wieder mit mehreren Athleten vertreten sein.

Australien verletzte den Grundsatz der politischen Neutralität in der olympischen Charta. Die Begründung Australiens „mit der sogenannten Menschenrechtsfrage in Xinjiang sei nur ein Vorwand, um China zu verleumden“, sagte Wang Wenbin und ergänzte: „China hatte niemals Pläne, irgendeinen australischen Offiziellen zu den Spielen einzuladen. Niemand interessiert sich dafür, ob sie kommen oder nicht.“

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