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Wenn nicht jetzt, wann dann?
Sport 3 Min. 18.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Trainer Dan Huet will mit Wiltz ins Halbfinale.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Trainer Dan Huet will mit Wiltz ins Halbfinale.
Foto: Ben Majerus
Sport 3 Min. 18.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
Am Mittwochabend finden im nationalen Pokalwettbewerb die Viertelfinalspiele statt. Weil Niederkorn, F91 und Fola bereits ausgeschieden sind, können sich andere Teams Titelchancen ausrechnen.

Der Pokalwettbewerb ist offen wie nur selten in der jüngsten Vergangenheit. Mit F91, Niederkorn, Fola und Jeunesse sind die vier bestplatzierten Teams der BGL Ligue bereits vor dem Viertelfinale ausgeschieden. Am Mittwochabend haben somit auch Außenseiter gute Chancen, die Vorschlussrunde der Coupe de Luxembourg zu erreichen.

Dass dies möglich sein würde, hätte vor dieser Saison in Wiltz wohl niemand gedacht. Die Mannschaft aus der Ehrenpromotion trifft zu Hause auf Rodange. „Ein Pokalviertelfinale ist für uns natürlich eine willkommene Abwechslung zum Ligaalltag. Wiltz ist seit 16 Jahren nicht mehr so weit gekommen, deshalb ist jeder heiß auf das Spiel“, erklärt Trainer Dan Huet.

Obwohl sein Team als Außenseiter ins Duell mit Rodange geht, sind die Gastgeber optimistisch. "Natürlich möchte jedes Team ins Halbfinale, aber ich rechne uns gute Chancen aus", meint Huet.

Differdingen unter Druck

Das Erreichen der nächsten Runde ist auch das Ziel der Differdinger, die in Grevenmacher auf einen weiteren Vertreter aus der Ehrenpromotion treffen. "Im Fußball sollte man jedes Spiel konzentriert angehen. Grevenmacher wird auf Konterchancen warten, deshalb müssen wir das Spiel machen und versuchen, ein frühes Tor zu erzielen", gibt Neu-Trainer Dan Theis die Marschroute vor.

Da Differdingen in der Liga derzeit nur Rang fünf belegt, könnte die Europacup-Qualifikation über den Pokalwettbewerb einfacher sein. Dementsprechend wichtig ist das Duell für die Mannschaft: "Druck ist etwas Positives", so Theis.

Weil die Spielzeit in der BGL Ligue nicht zufriedenstellend lief, hofft auch der hauptstädtische Racing aufs Weiterkommen. Beim Ligakonkurrenten Titus Petingen wird es für da Mota und Co. jedoch alles andere als einfach: "Titus Petingen hat beide Ligaspiele gewonnen, von daher ist es meiner Meinung nach klar, wer der Favorit ist", erzählt Racing-Coach Patrick Grettnich. Dem 46-Jährigen ist jedoch auch bewusst, dass im Pokal alles möglich ist: "Weil viele hochkarätige Teams bereits ausgeschieden sind, öffnet sich anderen Mannschaften eine Tür."

Daniel da Mota und Racing zählen zu den Mitfavoriten.
Daniel da Mota und Racing zählen zu den Mitfavoriten.
Foto: Ben Majerus

Als Grettnich den Trainerposten bei den Hauptstädtern im November übernahm, wollte er vor allem den Klassenerhalt schaffen. Da es in der BGL Ligue unter ihm jedoch deutlich besser lief als zuvor und der Club mittlerweile Rang acht belegt, ist auch die Coupe de Luxembourg wieder interessanter geworden. "Der Pokal war mir vorher nicht so wichtig, aber jetzt wollen wir natürlich das Maximum herausholen."

Respekt vor US Esch

Hostert hatte sich im Achtelfinale des Pokals deutlich mit 5:0 bei RM Hamm Benfica durchgesetzt und geht favorisiert ins Duell mit der US Esch, dem Schlusslicht der BGL Ligue. „Den Eschern hat in dieser Saison oft das nötige Glück vor dem gegnerischen Tor gefehlt, doch das Team kann Fußball spielen", sagt Hosterts Trainer Henri Bossi, der hofft, dass seine Mannschaft die nächste Runde erreicht: "Es steht zu 99 Prozent fest, dass wir auch nächste Saison in der BGL Ligue spielen. Wenn wir im Viertelfinale gewinnen, haben wir mehrere Wochen Zeit, um uns auf das Halbfinale vorzubereiten, weil in der Liga nur noch im schlimmsten Fall etwas passieren kann. Mit der nächsten Runde beschäftige ich mich jedoch erst, wenn wir das Viertelfinale gewonnen haben", so Bossi.

Die US Esch, die mit nur vier Punkten in der BGL Ligue deutlich abgeschlagen ist, möchte im Pokal auf andere Gedanken kommen. „Für uns ist das eine gute Chance, ein anderes Bild abzugeben“, erklärt Trainer Pedro Resende, der seine Spieler zuletzt immer häufiger motivieren musste: "Wir arbeiten mit den Spielern viel am Selbstbewusstsein. Aufgrund unserer Resultate in der Meisterschaft ist es nicht immer einfach, positiv zu bleiben."

Ein Sieg würde den Eschern sicherlich genauso guttun wie den anderen sieben Mannschaften, die allesamt hoffen, dass im Viertelfinale noch nicht Endstation ist.


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